08. November 2007 10:17

Wissenschaft im Film 

Die 5 besten Science-Blockbuster aus Hollywood

Hollywood schafft es gelegentlich, wissenschaftliche Themen mit Respekt zu behandeln. Hier die 5 besten Science-Blockbuster.

Die 5 besten Science-Blockbuster aus Hollywood
© Columbia Pictures
Die 5 besten Science-Blockbuster aus Hollywood
© Columbia Pictures

Hollywood-Filme verlangen vom Kino-Besucher "suspension of disbelief". Das teilweise unglaubwürdige muss akzeptiert werden, um den Unterhaltungswert nicht zu beeinträchtigen. Trotzdem können Hollywood-Filme wissenschaftliche Prinzipien der breiten Masse verständlich machen und auch auf ethische Gefahren hinweisen.

Hier die Auswahl der 5 besten Blockbuster, die wissenschaftliche Themen respektvoll behandeln.

1. Gattaca (Andrew Niccol, 1997)
In einer nicht allzu fernen Zukunft werden Menschen nach ihrer genetischen Veranlagung für die Arbeitswelt ausgesucht. Die einfühlsame Geschichte eines Mannes und einer Frau (dargestellt von Ethan Hawke und Uma Thurman) zeigt, wie wichtig das menschliche Verlangen nach persönlichem Wachstum ist. Ohne zu oberlehrer-haft daherzukommen wird auf die Gefahr der DNA-Auswahl, "genetischer Vorbestimmtheit" und Überlegenheits-Vorurteile hingewiesen.

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"Genetisch minderwertig", aber trotzdem bereit, über sich selbst hinauszuwachsen. Uma Thurman und Ethan Hawke in "Gattaca". (Foto: Columbia Pictures)

2. Metropolis (Fritz Lang, 1927)
Die scheinbar einfache Geschichte von "Junge trifft auf Mädchen, Junge verliert Mädchen, Junge baut sich kurzerhand sein eigenes Mädchen". In Fritz Langs visuell umwerfenden Meisterwerk aus den 20er-Jahren (kaum zu glauben!) baut sich der Wissenschafter Rotwand (Rudolf Klein-Rogge) seine eigene Frau als erotischen Roboter. Vor dem beeindruckenden Hintergrund einer futuristischen Großstadt, 80 Jahre später noch erstaunlich aktuell, werden die Themen Partnerschaft, Solidarität und menschliche Begierde behandelt.

3. Der Tag, an dem die Erde stillstand (Robert Wise, 1951)
Gedreht in den 50er-Jahren zeigt der Film, wie sich der Kalte Krieg auf die Wissenschaft und die beginnende Globalisierung auswirkt. Die reale Gefahr der nuklearen Bedrohung wird hier genauso zum Thema gemacht, wie die Begegnung mit dem Fremden. Ein etwas anderer Film über außerirdische Gefahr.

4. A Beautiful Mind (Ron Howard, 2001)
John Nash (Russell Crowe) ist nicht nur Nobelpreisträger und Mathematiker sondern leidet auch an Schizophrenie und Paranois. Er glaubt, er werde von Agenten verfolgt. Dieses Oscar-gekröntes Meisterwerk macht komplexe Mathematik wie das "Nash equilibrium" verständlich.

5. Contact (Robert Zemeckis, 1997)
Jodie Foster gelingt es hier, glaubhaft die Geisteshaltung einer richtigen Wissenschafterin zu vermitteln. Sie spielt eine Radio-Astronomin, die im Zuge ihrer Forschungstätigkeit Signale empfängt. Diese könnten von Außerirdischen stammen.

Einziger Wehrmutstropfen: Nur wenige Wissenschafter würden ihre gesamte Karriere aufs Spiel setzen, indem sie so standhaft behaupten, mit Aliens zu kommunizieren.




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