07. Jänner 2008 17:53

Studie schlägt Alarm 

Die Deutschen sind zu dick

Vor allem in Ostdeutschland leiden Menschen an Fettleibigkeit. In Hamburg leben die dünnsten Deutschen - jedoch auch sie sind gesundheitsgefährdet.

Die Deutschen sind zu dick
© AP

Die Deutschen haben zu dicke Bäuche, und die dicksten Bundesbürger leben im Osten. Während der durchschnittliche Bauchumfang der deutschen Männer mit 96,97 Zentimetern schon zu groß ist, bringen es die Herren in Thüringen im Mittel auf 98,27 Zentimeter, wie eine Studie im Auftrag des Magazin "Men's Health" ergab. Auch die thüringischen Frauen liegen mit 87,10 Zentimetern vorn. Doch selbst die dünnsten Deutschen - die Hamburger - bewegen sich in einem Bereich, der von vielen Experten als gesundheitsschädlich eingestuft wird.

Für die repräsentative Studie untersuchte das Stuttgarter Institut für rationelle Psychologie im Auftrag des Magazins 19.786 Männer und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren in allen Bundesländern und den 38 größten Städten. Dem Magazin zufolge betrachtete die Studie erstmals den Bauchumfang, der nach Meinung der Experten aussagekräftiger sein soll als der Body-Mass-Index (BMI).

Mecklenburg-Vorpommern
Platz zwei und drei bei den dicksten Bäuchen belegten Männer in Mecklenburg-Vorpommern mit 98,10 Zentimetern im Mittel und die in Sachsen-Anhalt mit 97,95 Zentimetern. Bei den Frauen liegt Sachsen-Anhalt auf Platz zwei mit 86,97 Zentimetern und Mecklenburg-Vorpommern mit 86,83 Zentimetern auf Platz drei. Die dünnsten Menschen leben der Studie zufolge in Hamburg: Die Männer bringen es dort durchschnittlich auf einen Bauch von 94,81 Zentimetern, die Frauen auf 83,63 Zentimeter.

Doch selbst die Hansestädter sind nach Expertenansicht im Durchschnitt zu dick und bewegen sich im Risikobereich. Dieser beginne bei Männern bei 93 Zentimetern und bei Frauen bei über 80 Zentimetern. Bei höheren Werten steige das Risiko von Infarkten und Diabetes.




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