30. Juli 2008 12:46

Heimische Wälder 

Die Hälfte der Waldvölgel vom Aussterben bedroht

59 Waldvögel stehen bereits auf der roten Liste, das Hauptproblem der Tiere: ihr natürlicher Lebensraum schwindet.

Die Hälfte der Waldvölgel vom Aussterben bedroht
© sxc

Fast die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Waldvögel sind vom Aussterben bedroht, da ihnen der natürliche Lebensraum abhanden kommt. Aus diesem Grund haben die Vogelschutzvereinigung BirdLife Österreich und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) eine Kooperation zum Schutz der bedrohten Arten geschlossen. Ziel sei es, geeignete Maßnahmen für den Vogelschutz im Wald zu erarbeiten und diese auf den Flächen der ÖBf umzusetzen, hieß es in einer Aussendung der Bundesforste am Mittwoch.

Laut Bundesforste gibt es bereits einige Maßnahmen, die derzeit diskutiert werden: unter anderem die Erhaltung ökologisch wertvoller Waldränder sowie die Erhöhung des Totholzanteils. "In den nächsten 20 Jahren wollen wir bei den heute gefährdeten Arten wieder einen Zuwachs erreichen und ihren Bestand deutlich erhöhen", erklärte BirdLife-Geschäftsführer Gerald Pfiffinger.

Von den 133 Waldvögel stehen laut Bundesforste 59 auf der Roten Liste der gefährdeten Waldvogelarten. Dazu zählen unter anderem der Raufußkauz, der Sakerfalke, der Wespenbussard, fünf verschiedene Spechtarten sowie der im Wald lebende Schwarzstorch. Dieser weist in ganz Österreich nur mehr einen Bestand von 200 bis 300 Brutpaaren auf. Viele Waldvögel brauchen alte Bäume, Totholz oder Höhlen als Brutplätze oder Futterquellen.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare