14. August 2007 09:36

Korrektursoftware 

Duden bietet Rechtschreibung in fünf Versionen

Nach der neuerlichen Rechtschreibreform hat der Duden-Verlag seine Korrektursoftware neu aufgelegt.

Duden bietet Rechtschreibung in fünf Versionen
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Nach der Reform der Rechtschreibreform hat der Duden-Verlag seine Korrektursoftware neu aufgelegt. Das Werkzeug für Microsoft Office oder Works lässt den Verfassern von Texten die Wahl zwischen fünf Geschmacksrichtungen: Voreingestellt ist die "Duden-Empfehlung", daneben gibt es noch die Varianten "konservativ", "progressiv", "Presse" und "tolerant".

Kaum Unterschiede zwischen Empfehlung und Presseschreibweise
Alle Voreinstellungen prüfen Texte auf ihre orthografische Richtigkeit. Was nach der konservativen Linie als korrekt betrachtet wird, kreidet die progressive Einstellung jedoch als Fehler an. Weniger Unterschiede gibt es zwischen der Duden-Empfehlung und den Presse-Schreibweisen. Letztere entsprechen weitgehend der Vereinbarung der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen, die diese getroffen haben, um trotz der von der Rechtschreibrefom offen gelassenen Varianten eine Einheitlichkeit in den Schreibweisen zu gewährleisten.

Allerdings will der Duden-Korrektor auch in der Einstellung "Presse" Änderungen machen, wenn man ihm die Wörterliste der Nachrichtenagenturen zur Prüfung vorlegt. Statt "allein seligmachend" schlägt die Software "allein selig machend" vor. Auch "strenggenommen" will das Duden-Programm wieder getrennt schreiben. Das sind aber die einzigen Ausnahmen. Wenn es Bedeutungsunterschiede bei verschiedenen Schreibweisen gibt, wird der Nutzer darauf aufmerksam gemacht und aufgefordert, dies zu überprüfen.

Auch Zeichensetzung wird überprüft
Der Korrektor überprüft auch die Zeichensetzung und macht zuverlässig auf fehlende Kommata aufmerksam. Nützliche Hilfestellungen gibt es auch zur Grammatik. So mahnt die Software höflich: "Bitte überprüfen Sie, ob der Satzgegenstand (Subjekt) und die Satzaussage (Prädikat) in Person und Zahl übereinstimmen." Wenn das zu kompliziert klingt, liefert die Schaltfläche "Erklären" eine Erläuterung mit Beispielen. Um die Prüfung fortzusetzen, klickt man auf "Ändern", "Ignorieren" oder "Regel ignorieren".

Der Prüfvorgang wurde in der neuen Version beschleunigt, was sich besonders bei der "Batch-Prüfung" bemerkbar macht: Hier erfolgt die Korrektur nicht interaktiv mit dem Nutzer, sondern automatisch in einem Durchgang und auf Wunsch auch mit mehreren Dateien. Anschließend werden alle Fehler und Anmerkungen markiert und am Rand als Kommentare angezeigt. Außerdem werden eine Fehlerstatistik und auf Wunsch auch ein Fehlerbericht erstellt. Dies soll den Nutzern dabei helfen, "ihre Fehler zu analysieren und dadurch gezielt ihre Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse zu verbessern".




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