10. Juli 2008 22:40

Meere versauern 

Ein Drittel aller Korallenriffe bedroht

Vor allem steigende Wassertemperaturen und das Versauern der Meere machen den Korallen zu schaffen. Ein Drittel ist bereits gefährdet.

Ein Drittel aller Korallenriffe bedroht
© AP

Rund ein Drittel aller Riff bildenden Korallenarten sind derzeit gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Damit habe sich die bedrohliche Lage der Korallen in den vergangen zehn Jahren deutlich verschärft, berichtet ein internationales Forscherteam nach der Untersuchung von mehr als 700 Korallenarten im Journal "Science" (online vorab).

Hauptursache: Treibhausgas
Die Hauptursache für diese Entwicklung sehen die Wissenschafter in den von Menschen produzierten Treibhausgasen, die Wassertemperaturen ansteigen und die Meere versauern lassen. Lokal seien die Korallen zudem durch Wasserverschmutzung, Überfischung und die starke wirtschaftliche Nutzung der Küstenregionen bedroht.

231 Arten gefährdet
Das Team um Kent Carpenter von der Old Dominian University in Norfolk (US-Bundesstaat Virginia) hatte insgesamt 704 Arten von Riff bildenden Steinkorallen nach den Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN in eine der acht Gefährdungskategorie eingeteilt. Insgesamt 231 Arten seien demnach gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Weitere 176 seien potenziell gefährdet.

Dramatisch verschlechtert habe sich die Lage nach dem großen Korallensterben 1998. Damals kam es in weiten Teilen der Ozeane infolge einer langanhaltenden Erhöhung der Wassertemperaturen zu einer sogenannten Korallenbleiche ­ dem Ausbleichen und anschließendem Absterben der Steinkorallenstöcke. Besonders betroffen waren damals der Indische Ozean und der westliche Pazifik. Vor diesem Ereignis wären nach Angaben der Forscher nur 13 Arten in eine der drei oberen Gefährdungskategorien gefallen.




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