27. März 2008 07:47

Trotz Verspätung 

Endeavour kehrt sicher zur Erde zurück

Schlechtes Wetter behinderte erstes Landungsfenster - verspätet kehrte die "Endeavour" zur Erde zurück. Sie landete sicher in Cape Canaveral.

Endeavour kehrt sicher zur Erde zurück
© reuters

Nach 15 Tagen im All ist die US-Raumfähre "Endeavour" wieder auf der Erde. Der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord landete mit eineinhalbstündiger Verspätung bei völliger Dunkelheit am Mittwochabend (Ortszeit) auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida. Die Astronauten hatten ein erstes Landungsfenster wegen schlechten Wetters verstreichen lassen.

27.000 km/h bei der Landung
Der Shuttle landete um 20.39 Uhr Ortszeit (Donnerstag 01.39 Uhr MEZ). Die Raumfähre hatte vor dem Landemanöver eine Geschwindigkeit von 27.000 Stundenkilometern. Sie flog über die Halbinsel Yucatán und den Golf von Mexiko, bevor sie in Florida landete. Die Besatzung verbrachte insgesamt zwölf Tage an der Internationalen Raumstation ISS. Mit fünf Außeneinsätzen absolvierte sie laut NASA so viele wie nie zuvor eine Shuttle-Mannschaft.

Die US-Weltraumbehörde NASA sprach von einer reibungslosen Landung und "exzellenten Mission" im Weltall. Durch die Dunkelheit waren die Abgasflammen am Leitwerk besonders gut zu sehen und sorgten für ein seltenes Schauspiel. "Die Flammen sind völlig normal. Bei Tageslicht sind sie nicht sichtbar", sagte eine NASA-Sprecherin.

Nächster Start: 25. Mai 2008
Mit an Bord der Shuttle war auch der Franzose Leopold Eyharts, der über einen Monat lang in der Internationalen Raumstation ISS lebte und dort in dem neuen europäische Weltraumlabor "Columbus" arbeitete. Der nächste Shuttlestart ist für den 25. Mai vorgesehen.

Die "Endeavour"-Astronauten hatten während ihrer Mission umfangreiche Arbeiten geleistet: So installierten sie Teile des japanischen Weltraumlabors "Kibo" an der ISS. Außerdem montierten sie eine in Kanada gebaute "Roboterhand". Insgesamt absolvierten die Astronauten fünf Außeneinsätze. Die "Endeavour" war am 11. März gestartet.  

In dem Labor "Kibo" sollen in den kommenden Jahren rund 100 Experimente durchgeführt werden, unter anderem zur Entwicklung von Medikamenten. Ende Mai soll die Raumfähre "Discovery" starten und weitere Bauteile für das Labor zur Internationalen Raumstation bringen.




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