26. Oktober 2007 22:21

UNO 

Erde auf dem Weg zur Katastrophe

Die Erde befinde sich nahe an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Die Zukunft der Menschheit sei ernsthaft in Gefahr.

Erde auf dem Weg zur Katastrophe

Zu diesen Schlussfolgerungen kommt eine Studie mit dem Titel "Global Environment Outlook", die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi (Kenia) auf seiner Homepage vorstellt.

Drei Hauptgefahren
Die Studie, an der mehr als 1.400 Wissenschaftler mitgearbeitet haben, nennt drei Hauptgefahren für die Zukunft des Planeten: die Klimaerwärmung, das Artensterben und die Herausforderung, die rasch wachsende Bevölkerung zu ernähren.

Wachstum der Weltbevölkerung
Die Gelehrten unterstreichen, dass die menschlichen Aktivitäten bereits stark das Klima der Erde und die Ökosysteme beeinflussten. Die Situation könnte aber noch katastrophaler werden, wenn die Weltbevölkerung im Jahr 2050 auf mehr als acht Milliarden Menschen angewachsen sein werde.

Knappe Ressourcen
In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Menschen um 1,7 Milliarden von fünf auf 6,7 Milliarden angewachsen. Die menschliche Bevölkerung sei jetzt schon so zahlreich, dass sie mehr Ressourcen zum Überleben benötige, als auf der Erde verfügbar seien, warnte UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner.

Tierarten verschwinden
Die Erderwärmung und das rasche Bevölkerungswachstum seien die Hauptgründe für das Verschwinden zahlreicher Tierarten. Laut UNEP sind etwa 30 Prozent der Amphibien, 23 Prozent der Säugetiere und zwölf Prozent der Vögel vom Aussterben bedroht. Viele großen Flüsse seien durch Überfischung und Verschmutzung bedroht, ihr Wasserstand sinke.

CO2-Gase um 50 Prozent reduziert
Um die Katastrophe zu vermeiden, müssten bis 2050 die Emissionen von Treibhausgasen gegenüber 1990 um 50 Prozent reduziert werden. Die Industrieländer müssten folglich zwischen 60 und 80 Prozent ihrer Emissionen kürzen. Steiner lobte in seinem Bericht zugleich die Anstrengungen der europäischen Staaten zur Verringerung der Luftverschmutzung und die Bemühungen Brasiliens, die Urwaldzerstörung zu stoppen.




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