06. November 2008 13:50

Befragung 

Fernsehen ist das liebste Hobby der Österreicher

In seiner freien Zeit hat es der Österreicher am liebsten gemütlich. Vor allem Sparen und preisgünstige Alternativen bestimmen die Freizeitgestaltung.

Fernsehen ist das liebste Hobby der Österreicher
© www.sxc.hu

Fernsehen, Radio hören, Zeitung lesen, mit der Familie beschäftigen und über wichtige Dinge reden: Die Österreicher haben es in ihrer Freizeit am liebsten gemütlich. Diese Beschäftigungen sind daher auch heuer wieder an der Spitze des Freizeitmonitors 2008 zu finden. Bei der Repräsentativbefragung von etwa 1.000 Personen durch das Institut für Freizeit- und Tourismusforschung stellte sich auch heraus, dass in Zeiten von Teuerung und Finanzkrise der Kostenfaktor in der Freizeit immer wichtiger wird. Günstige Aktivitäten legen zu, teure verlieren an Beliebtheit.

Sparen angesagt
Nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Freizeit ist Sparen angesagt. Unternehmungen mit Freunden, Feste, Einkaufsbummel, Einladungen, Lokal- und Restaurantbesuche haben im Vergleich zum Vorjahr zwischen zehn und 30 Prozent verloren. Wandern, Fahrrad fahren und Sport allgemein nahmen dagegen um je zehn Prozent zu - jedoch nur die günstigen Varianten. Teure Fitness- und Wellnessangebote haben die Österreicher um 30 Prozent weniger wahrgenommen.

Auch Sex verliert an Beliebtheit
Zugenommen hat die Handynutzung in der Freizeit. Der Kostenfaktor dürfte aufgrund der immer niedrigeren Tarife dabei auch eine Rolle spielen. Gesunken ist dagegen die Lust, in den freien Stunden mit Auto oder Motorrad die Straßen unsicher zu machen - was bei den steigenden Spritpreisen aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Zu den weiteren Verlierern zählen Kunst und Kultur, Handarbeit und Hobbys wie Sammeln und Basteln. Auch Sex, Tiere und Kinder verloren an Beliebtheit.

Wenig Interesse für Engagement und ehrenamtliche Tätigkeit
Etwa gleichgeblieben ist die Nutzung von neuen Technologien wie E-Mail und E-Commerce. Nach Jahren der sprunghaft steigenden Wachstumsraten ist die Kurve nun deutlich abgeflacht. Keine Änderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es auch bei Kirchenbesuchen, ehrenamtlichen Tätigkeiten bei Parteien oder Organisationen oder dem Engagement für Bürgerinitiativen: Diese stoßen bei den Österreichern nach wie vor auf nur wenig Interesse.




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