25. Dezember 2007 11:30

Entdeckung 

Finnen sind Erfinder des Schlittschuhlaufens

Britische Wissenschaftler haben jetzt bei Versuchen Kufen aus geschliffenen Tierknochen verwendet.

Finnen sind Erfinder des Schlittschuhlaufens
© EPA
Eine scheinbare Erklärung dafür, warum Eishockey in Finnland unangefochtener Volkssport Nummer eins ist, haben Forscher herausgefunden: Die Finnen dürften das Eislaufen aller Wahrscheinlichkeit nach erfunden haben. Für die Bewohner Südfinnlands stand vor etwa 5.000 Jahren allerdings nicht der sportliche oder der vergnügliche Aspekt des Schlittschuhfahrens im Vordergrund, sondern die Ersparnis von Kraft und Energie.

3.000 vor Christus mit Tierknochen als Kufen

Archäologische Funde legen nahe, dass die Menschen rund 3.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung in Skandinavien und in anderen Teilen Nord- und Mitteleuropas begannen, sich im Winter mit Hilfe von zugeschliffenen Tierknochen über zugefrorene Gewässer fortzubewegen. Forscher der Manchester Metropolitan University in England ermittelten im Rahmen einer Studie, dass aufgrund der dortigen geografischen Beschaffenheit die Energie-Ersparnis durch das Eislaufen für die Menschen in Südfinnland mit seiner berühmten Seenplatte am größten gewesen sein muss, schrieb die britische Tagezeitung "The Times" in ihrer Montag-Ausgabe.

Energieersparnis

Während sich die Ur-Finnen durch den Gebrauch der Knochenkufen in winterlicher Umgebung ganze zehn Prozent Körperenergie ersparten, brachte das revolutionäre Fortbewegungsmittel für die Bewohner im heutigen Norwegen nur drei Prozent Energie-Ersparnis. In Schweden sowie in in den Niederlanden und in Deutschland, ergab sich ein Sparwert von nicht einmal einem Prozent. Diese Zahlen wurden durch die mathematische Auswertung von geografischen Daten und im Rahmen von Tests mit nachgebauten Knochen-Schlittschuhen gemessenen Körperwerten ermittelt.




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