21. Jänner 2008 10:58

Eisschmelze 

Forscher entdecken Vulkan in der Antarktis

Sensations-Fund in der Antarktis: Forscher entdeckten einen Vulkan - zuletzt war er vor rund 2.300 Jahren aktiv.

Forscher entdecken Vulkan in der Antarktis
© NASA

Britische Wissenschafter haben in der Westantarktis einen Vulkan entdeckt, der möglicherweise zum Abschmelzen von Gletschern beiträgt. Der unter einer Eisschicht liegende Vulkan in den Hudson-Bergen in der Nähe des riesigen Pine-Island-Gletschers sei zuletzt vor rund 2.300 Jahren ausgebrochen, berichteten die Experten von der Britischen Antarktis-Forschungsgesellschaft BAS am Sonntag in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience". "Wir glauben, dass es der größte Ausbruch in der Antarktis der vergangenen 10.000 Jahre war", sagte Hugh Corr, einer der Autoren der Studie.

Radaraufnahmen
Möglich wurde die Neuentdeckung durch Radaraufnahmen aus Flugzeugen heraus aus den Jahren 2004 und 2005, die auf große Asche-und Steinschichten in 100 bis 700 Meter Tiefe hindeuteten. Es handelte sich um das erste Indiz für einen Ausbruch unter der Eisdecke überhaupt. Die Eruption, die ein großes Loch in die Eisschicht sprengte, führte den Wissenschaftern zufolge vermutlich zu einer örtlichen Gletscherschmelze und beeinflusste auch die Strömungen an benachbarten Gletschern.

Die Hitze, die von dem Vulkan ausgeht, habe möglicherweise zu dem in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommenen Abschmelzen des Gletschereises in der Gegend beigetragen, sagte der zweite Autor der Studie, David Vaughan. Den weitaus größeren Effekt habe aber vermutlich die Erderwärmung. Das generelle Dünnerwerden des Gletschereises in der Westantarktis könne nicht durch Vulkanhitze erklärt werden.




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