05. Jänner 2007 13:24

Südkorea 

Geburtshilfe an Roboter-Frauen geübt

In Südkorea wirken sich die niedrigen Geburtenraten nun auch auf die Lehre an Universitäten aus.

Geburtshilfe an Roboter-Frauen geübt
© 2007 Getty Images
Geburtshilfe an Roboter-Frauen geübt
© 2007 Getty Images

Für Praxis-Übungen im Fach Geburtshilfe kommt in Seoul die lebensgroße Roboter-Frau Noelle zum Einsatz, die ihrerseits einen Roboter-Säugling gebärt. Durch die sinkenden Geburtenraten schwinden die Chancen ihrer Studenten, Geburten in der Realität mitzuverfolgen, sagte Professor Jung Eui von der Kyunghee Universität.

Simulieren von schwierigen Fällen
Noelle indes sei voll funktionsfähig. "Wir können sogar komplizierte Fälle wie Steißgeburten simulieren. Die Studenten können mit so einem Modell in einer sehr realistischen Situation trainieren", sagte Jung. Während der Geburt zeichnen die Studenten Lebenssignale von Noelle auf. Den Gesundheitszustand des Kindes können sie über Lichtsignale auf dessen Händen feststellen: Blaues Licht bedeutet Probleme, Rosa Licht heißt, alles ist in Ordnung.

Niedrige Geburtenraten in Südkorea
Südkorea hat eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Jede Südkoreanerin bringt im Durchschnitt 1,08 Kinder zur Welt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 1,4 Kinder je Frau. Auch das ist zu wenig, um den Bevölkerungsrückgang aufzuhalten.




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