28. Juni 2008 16:13

I.S.T. Austria 

Gehirnforscher Bonhoeffer wird erster Chef

Der deutsche Gehirnforscher Tobias Bonhoeffer (48) soll erster Präsident des Institute of Science and Technology Austria (I.S.T. Austria) werden.

Gehirnforscher Bonhoeffer wird erster Chef
© APA

Das Kuratorium des in Aufbau befindlichen Instituts in Maria Gugging bei Klosterneuburg (NÖ) hat am Samstag beschlossen, Bonhoeffer einzuladen, die Führung der postgradualen Forschungseinrichtung zu übernehmen, teilte das I.S.T. Austria mit. Bonhoeffer ist derzeit Direktor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München und hat laut Aussendung sein "großes Interesse" an dem Amt bekundet. Die definitive Bestellung soll nach Detailgesprächen "so schnell wie möglich", wahrscheinlich noch im Herbst dieses Jahres erfolgen.

"Große Herausforderung und Ehre"
Für die Führung des Instituts wurde ein hervorragender Wissenschaftler gesucht, der sich durch Führungsqualitäten sowohl als Forscher wie als Entwickler und Organisator einer wissenschaftlichen Institution auszeichnet. Bonhoeffer, der aus ursprünglich 100 Kandidaten ausgewählt wurde, zeigte sich über die Entscheidung des Kuratoriums "zutiefst geehrt und hocherfreut". I.S.T. Austria sei ein "außerordentlich interessantes Vorhaben und es wird eine große Herausforderung und Ehre sein, zum Gelingen dieses Projektes beizutragen", sagte Bonhoeffer, der bereits Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von I.S.T. Austria und Vorsitzender des Wissenschafter-Suchkomitees für das Forschungsgebiet "Gehirn und Computer" war.

Der Vorsitzende des Kuratoriums von I.S.T. Austria, Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl, bezeichnete es als "überaus erfreulich, dass ein derart außergewöhnlicher Wissenschafter eingewilligt hat, die große Herausforderung anzunehmen und ein Spitzenforschungsinstitut in Österreich aufzubauen". Der Vorsitzende des für die Präsidentensuche verantwortlichen Exekutivkomitees des Instituts, Haim Harari, zeigte sich überzeugt, "dass sich unsere Wahl ungemein positiv auf die Entwicklung des neuen Instituts auswirken wird". Führende Wissenschafter in der ganzen Welt hätten die Auswahl Bonhoeffers "als herausragendes Mitglied der globalen scientific community bestätigt und unterstützt - vor allem als Vorbild in seinem Forschungsfeld und seiner Generation".




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