07. November 2008 15:54

Neue Studie 

Gewaltigste Klimaveränderung seit 5.000 Jahren

Eine neue, dramatische Studie zur Erderwärmung zeigt: Die Klimaveränderungen auf der Erde sind so stark wie seit 5.000 Jahren nicht mehr.

Gewaltigste Klimaveränderung seit 5.000 Jahren
© (c) AP
Gewaltigste Klimaveränderung seit 5.000 Jahren
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Bei der Studie der Cornell Universität im US-Bundesstaat New York wurden die Ökosysteme in der Arktis und im Nordatlantik untersucht. Die Forscher um den Meeresbiologen Charles Greene analysierten die wichtigsten Wärme- und Kälteperioden in der Arktis in den vergangenen 65 Millionen Jahren.

"Beispiellose" Erwärmung
Demnach gab es mehrere Temperaturstürze, bei denen die Durchschnittstemperatur innerhalb weniger Jahre um bis zu zehn Grad Celsius sank. Eine Erwärmung wie in den vergangenen 50 Jahren habe es jedoch seit fünf Jahrtausenden nicht mehr gegeben. Sie sei "beispiellos" in der Geschichte der Menschheit, sagte Greene.

"Neuordnung" der Ökosysteme
Die Studie untersuchte außerdem die Menge an Süßwasser durch abschmelzendes Gletschereis in den Meeren, die Wasserzirkulation und Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Der Klimawandel verursacht demnach eine umfangreiche "Neuordnung" der Ökosysteme. Als eine bereits sichtbare Veränderung nannten die Forscher die Entdeckung einer mikroskopisch kleinen Alge aus dem Pazifischen Ozean im Atlantik, die dort zuletzt vor 800.000 Jahren vorkam.

Auch Menschen bedroht
Auch die Kabeljaubestände im Nordatlantik leiden den Angaben zufolge nicht nur unter der Überfischung, sondern auch unter der Klimaveränderung. Einströmendes, kaltes Schmelzwasser behindere die Fortpflanzung der Fische, erklärten die Forscher. Es werde durch den Klimawandel Gewinner und Verlierer geben, sagte Greene. Das gelte jedoch nicht nur für die Zusammensetzung der Arten, sondern auch für verschiedene Gruppen von Menschen.




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