12. Februar 2009 12:45

Neues Wahrzeichen 

Gigantisches weißes Pferd für England

50 Meter hoch, 2,2 Millionen Euro teuer: Südengland bekommt mit einem gigantischen weißen Pferd ein neues Wahrzeichen.

Gigantisches weißes Pferd für England
© EPA/MARK WALLINGER
Gigantisches weißes Pferd für England
© EPA/MARK WALLINGER

Ein riesiges weißes Pferd soll künftig Millionen Besucher in Südengland begrüßen. Das Kunstwerk des britischen Turner-Preis-Gewinners Mark Wallinger stellt mit 50 Metern Höhe sogar die New Yorker Freiheitsstatue in den Schatten. Die Skulptur, neben der ein Mensch kleiner als ein Huf ist, ist Teil des Siedlungsprojekts Ebbsfleet Landmark Project in der Grafschaft Kent südöstlich von London. Das Werk soll 33 Mal so groß wie ein wirkliches Pferd sein und rund zwei Millionen Pfund (2,2 Millionen Euro) kosten. Damit wäre es eines der größten Kunstwerke Großbritanniens.

Eurostar unterstützt Aktion
Das Projekt wird unter anderem von dem Bahnunternehmen Eurostar unterstützt. Der Hochgeschwindigkeitszug würde auf seiner Fahrt von Paris und Brüssel nach London an dem Hengst vorbei brausen und in der Nähe an einem neuen Bahnhof halten. Nach Medienberichten vom Mittwoch soll der Bau der Statue kommendes Jahr beginnen, fertig sein soll sie zu den Olympischen Spielen in London 2012. Abhängig ist das auch davon, ob in der Rezession das Geld zusammenkommt. Das Pferd ist auch als Konkurrenz zur 20 Meter hohen Skulptur "Angel of the North" des Künstlers Antony Gormley zu verstehen, die beim nordenglischen Gateshead aufgestellt wurde.

60 Millionen Menschen pro Jahr
Das weiße Pferd, ein Symbol Südenglands, wird an der historischen Route vom europäischen Kontinent nach England stehen. 60 Millionen Menschen sollen pro Jahr vorbeifahren. "Ich habe ein Pferd gewählt, weil es für die Geschichte der Gegend steht", sagte Wallinger. In Zeiten der Römer sei das Pferd das "allgegenwärtigste Tier" gewesen. Im Bezug auf die Größe sei das Kunstwerk "ziemlich unheimlich". "Aber im Endeffekt ist es einfach ein Pferd auf der Wiese."

Wallinger gehört zu den bekanntesten lebenden britischen Künstlern. 2007 gewann er den renommierten Turner-Preis für des Nachbau eines Protestcamps gegen den Irakkrieg. Auch lief er Nächte lang als Bär verkleidet durch die Berliner Nationalgalerie.

Foto: (c) EPA/MARK WALLINGER




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