29. Jänner 2009 11:34

Weltweit 

Gletscher schmelzen in hohem Tempo weiter

Forscher schlagen Alarm: Die Eisdecke in den Alpen hat sich seit 2007 um drei Meter reduziert.

Gletscher schmelzen in hohem Tempo weiter
© Reuters

Die Gletscher schmelzen weltweit in hohem Tempo weiter. Das verdeutlichen Zahlen des Welt-Gletscher-Beobachtungsdiensts (WGMS) an der Universität Zürich für das Jahr 2007. Dramatische Rückgänge gab es vor allem in den Alpen.

Die Dicke einzelner Alpengletscher nahm 2007 um 2,5 bis drei Meter ab, wie die Universität Zürich mitteilte. Am Careser in Italien etwa registrierten die Forscher gar einen Verlust von 3,1 Metern.

Weltweit nicht ganz so dramatisch
Weltweit gesehen ist der Gletscherrückgang nicht ganz so dramatisch. Laut vorläufigen Daten von insgesamt rund 80 Gletschern ging die Eisdicke durchschnittlich um etwas mehr als 70 Zentimeter zurück. Das ist nicht so extrem wie im Jahr 2006.

Dies liege vor allem an großen Unterschieden zwischen den Gletschergebieten. Die Dicke von küstennahen Gletschern in Skandinavien habe 2007 um rund einen Meter zugenommen. Auch aus Nordamerika seien einige positive Werte zu vermelden. In Südamerika hingegen verloren alle Gletscher an Eis.

Insgesamt ist 2007 laut Zemp das sechste Jahr dieses Jahrhunderts, in dem der durchschnittliche Eisverlust der Gletscher einen halben Meter übersteigt. Damit habe sich die Schmelzrate gegenüber den 1980er- und 1990er-Jahren mehr als verdoppelt.




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