24. November 2007 17:06

Entwicklungshilfe 

Guyana will Großbritannien Regenwald verkaufen

Der Präsident von Guyana, Bharrat Jagdeo, will mit seinem Urwald Kapital schlagen. Als Gegenleistung soll das Land Entwicklungshilfe bekommen.

Guyana will Großbritannien Regenwald verkaufen
© APA

Die südamerikanische Republik Guyana ist ungefähr so groß wie Großbritannien. Fast das gesamte Staatsgebiet ist von Regenwald bedeckt. Vier Fünftel der Fläche ist bewaldet. Präsident Jagdeo rechnet der Industrienation Großbritannien vor, wie mit dem Verkauf beide Seiten profitieren können. "Mit dem Regenwald kann das Land aus Südamerika gegen die globale Erderwärmung ankämpfen". Der Schutz des Urwaldes kostet aber viel Geld und das behindert die wirtschaftliche Entwicklung der südamerikanischen Republik, so der Präsident.

Waffe gegen den Klimawandel
Der Regenwald als Waffe gegen den Klimawandel sollte den Industrienationen etwas Wert sein, meint Jagdeo. Er will aber nicht, dass der britische Steuerzahler auf ewig das kleine Land finanziert. So sollen die Zuschüsse nicht in den Staatshaushalt fließen, sonder für Entwicklungshilfe eingesetzt werden. Durch die Förderung von Unternehmen und Projekten könnte die Wirtschaft langfristig eine stabile Basis entwickeln und der Regenwald vor der Abholzung gerettet werden.

Abkommen
Guyana bietet Großbritannien als erstes Land seinen Regenwald an. Es will mit der Industrienation ein Abkommen abschließen: Geld für die Bewahrung der Natur und dadurch einen Beitrag leisten gegen die globale Erderwärmung. „Ich mache das nicht, weil ich ein guter Mensch bin und die Welt retten will, ich brauch vor allem Unterstützung für mein Land“, so der Präsident. Guyana gehört zu den ärmsten Staaten Südamerikas.




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