25. September 2007 14:25

Wirkstoff Coffein 

Haarshampoo unter Dopingverdacht

Als erster Hersteller der Welt hat die Firma Alpecin eines ihrer Produkte mit einem Warnhinweis für Leistungssportler versehen.

Haarshampoo unter Dopingverdacht
© AP

Als erster Hersteller der Welt hat die deutsche Firma Alpecin (Bielefeld) eines ihrer Produkte, das jetzt auf dem österreichischen Markt eingeführt wird, mit einem Warnhinweis für Leistungssportler versehen. Ausdrücklich wird auf dem Coffein-Shampoo darauf hingewiesen, dass der Wirkstoff Coffein im Haarfollikel nachgewiesen werden kann. Der Hintergrund: Coffein stand bis vor einigen Jahren auf der Doping-Liste der WADA (World Anti-Doping Agency). Zur Zeit ist es zwar nicht verboten, wird aber weiterhin überprüft und "beobachtet". Die Diskussion, ob Coffein ein Dopingmittel ist, ist also noch lange nicht beendet.

warnhinweis

Leistungssteigernd
Vor einigen Jahren wurden mehrere Radprofis und zwei Ruderer des Dopings überführt. Sie hatten Coffein zu sich genommen, um die Leistungen zu verbessern. Denn Coffein wirkt auch leistungssteigernd, sagt der Sportwissenschaftler Dr. Elmar Wienecke (Saluto, eines der größten sportmedizinischen Institute Europas): "Insbesondere bei Ausdauersportarten. Coffein wirkt speziell auf die Großhirnrinde und hat vor allen Dingen den Effekt, dass die Adrenalin-Wirkung länger andauert. Eine Ermüdung tritt also erst wesentlich später auf!"

Anfragen von Sportler
"Nach Recherchen und Gesprächen mit Experten sehen wir uns wegen der aktuellen Diskussion zu diesem Warnhinweis verpflichtet", sagt Eduard Dörrenberg, Geschäftsführer bei Alpecin: "Immer wieder erreichen uns zu diesem Thema Anfragen aus dem Leistungssport - wie kürzlich auch vom österreichischen Olympic Team. Coffein ist eine hochwirksame Substanz und deshalb ist der Hinweis, so glaube ich, für uns als guter Partner des Sports wichtig."

Stimulierende Wirkung für Haar
Nicht nur auf den Körper wirkt Coffein leistungssteigernd. Es spielt auch beim Haarwachstum eine stimulierende Rolle. Wissenschaftler der Uni Jena konnten nachweisen, dass durch Coffein die Haarwurzeln aktiviert wurden. So kann auch genetisch bedingter Haarausfall bekämpft werden. Das haben Wissenschaftler der Dr. Wolff-Forschung (Alpecin) frühzeitig erkannt und das Shampoo mit dem Wirkstoff Coffein entwickelt.




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