14. September 2007 11:48

Uni Amsterdam 

Handys von Klinikbetten fernhalten

Die Mobiltelefone können Beatmungsgeräte oder Herzschrittmacher stören.

Handys von Klinikbetten fernhalten
© APA

Mobiltelefone sollten von Klinikbetten und medizinischen Apparaturen fernbleiben. Eine niederländische Studie zeigt, dass die elektromagnetische Strahlung Beatmungsgeräte oder externe Herzschrittmacher stören kann. Zu Funktionsstörungen kam es bei einem Abstand von durchschnittlich drei Zentimetern. In einem Fall beeinträchtigte ein Handy eine Apparatur aber sogar über eine Entfernung von drei Metern.

Probleme vor allem bei Handys der zweiten Generation
Die Forscher der Universität Amsterdam untersuchten den Einfluss von Handys der zweiten und dritten Generation, die GRPS- oder UMTS-Signale aussenden, auf 61 verschiedene medizinische Geräte. Bei fast der Hälfte der Handys traten Störungen auf, die in der Mehrzahl der Fälle als bedeutsam oder gefährlich eingestuft wurden. So schalteten sich etwa Beatmungsgeräte ab und wieder an, und externe Schrittmacher veränderten die Pulsfrequenz. Diese Auswirkungen traten besonders oft bei Handys der zweiten Generation auf. Ein Abstand von einem Meter zu den Geräten blieb bis auf eine Ausnahme ohne Auswirkungen, wie die Forscher in der Zeitschrift "Critical Care" schreiben.




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