20. Jänner 2009 13:03

Vorsorge 

Höhepunkt der Grippewelle noch nicht erreicht

Die Grippewelle ist noch nicht ganz ausgebrochen, hat aber schon jetzt zahlreiche Opfer.

Höhepunkt der Grippewelle noch nicht erreicht
© DPA/Carsten Rehder

Die Grippe hat Österreich schon jetzt fest im Griff. Zehntausende Menschen müssen bereits das Bett hüten und täglich werden es mehr. Denn die Viren lauern im Alltag überall: In den öffentlichen Verkehrsmitteln, in den Geschäften - und im Büro. Vor allem dieses gilt als "Umschlagplatz" für die Krankheitserreger.

Jährlich bis zu 400.000 Erkrankte
In Wien wurden bisher über 10.000 Erkrankte gemeldet, die Dunkelziffer dürfte laut Experten aber weit größer sein. Genaue Zahlen aus den Bundesländern werden für nächste Woche erwartet. Besonders gefährdet sind chronisch Kranke und Menschen über 50 Jahre. In Österreich erkranken jährlich zwischen 300.000 und 400.000 Menschen an der Grippe, bis zu 3.000 sterben an ihren Folgen.

Impfung ist noch sinnvoll
Für all jene, die es nicht riskieren wollen: Laut Experten des Instituts für Virologie der Medizinischen Universität Wien sei eine Impfung noch sinnvoll, da die Influenza-Welle erst im Anrollen ist. Der Höhepunkt wird drei bis fünf Wochen nach Beginn erwartet.

Höhepunkt der Epidemie in drei Wochen
Laut bisherigen Erfahrungswerten dürfte der Höhepunkt der Epidemie in drei bis vier Wochen erreicht werden. Das derzeit grassierende Influenza-Virus der Type A ist bekannt dafür, dass es eine schwere Form der Erkrankung zur Folge hat.

Betroffene sind mindestens eine Woche wirklich krank. Bis man sich davon anschließend vollständig erholt, kann es Wochen dauern. Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber und ist mit starken Kopf- und Gliederschmerzen und trockenem Husten verbunden. Im Vergleich zu einer Erkältung handelt es sich bei der Grippe um eine viel ernsthaftere Erkrankung.

Antivirale Medikamente greifen gezielt an
In jedem Fall sollte der Arzt kontaktiert werden, weil eine Grippe die Gesundheit empfindlich beeinträchtigen kann. Eine Behandlung mit antiviralen Medikamenten greift das Virus gezielt an, verkürzt die Krankheitsdauer und verringert das Risiko gefährlicherer Komplikationen.

Mit einigen Maßnahmen lassen sich aber das Übertragungsrisiko reduzieren und somit Krankmeldungen von Mitarbeitern verhindern.

  • Menschenmassen meiden
    Die Ansteckungsgefahr ist an all jenen Orten groß, wo viele Menschen zusammenkommen. Und zur Infektion kommt es, wenn die Erreger in die Atemwege gelangen und sich dort vermehren. Auch die Hände können zum Übertragungsinstrument werden. Lichtschalter, Türschnallen oder Computertastaturen werden zu Überträgern, da diese von vielen Händen berührt werden.
  • Lüften und Desinfizieren killt die Viren
    Doch wie kann die Übertragung von Viren im Büro vermindert werden? Lüften ist laut Experten besonders wichtig. Dadurch kommt es zum Sauerstoffaustausch - die virenbelastete Luft geht hinaus, frischer Sauerstoff kommt herein. Ebenfalls nützlich ist das Desinfizieren von Schaltern, Griffen und Tasten. Außerdem sollte das direkte Anniesen und Anhusten von Kollegen vermieden werden.
  • Bei "Handshakes" sparsam sein
    Grundsätzlich gilt zur Reduktion des Ansteckungsrisikos: Hände waschen - und das oft und gründlich. Dadurch werden die Viren 'abgewaschen'. Überhaupt sollte in Grippezeiten mit dem "Hand-zu-Hand-Kontakt" sparsam umgegangen werden.




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