31. August 2007 22:08

Sommer-Bilanz 

Im Juli purzelten die Hitzerekorde in Österreich

Für Sonnenanbeter war es der perfekte Sommer. Vor allem in Ostösterreich purzelten im Juli die Hitzerekorde.

Im Juli purzelten die Hitzerekorde in Österreich
© APA/Helmut Fohringer

In Eisenstadt wurde nach 2003 der zweitwärmste Sommer seit Messbeginn gemessen, in Andau im Seewinkel kletterte das Thermometer am 20. Juli auf 39,5 Grad. Die seit September 2006 andauernde ununterbrochene Reihe überdurchschnittlich warmer Monate hielt in Linz, Wien, Eisenstadt und Graz an.

39,5 Grad in Andau
Verglichen mit den Normalwerten war allerdings der Juni der wärmste und der August 2007 dann der kühlste Sommermonat, gab Klimaexperte Helmut Derka von der ZAMG in Wien am Freitag bekannt: "Vielen von uns wird aber noch die besonders in der Osthälfte Österreichs extrem heiße Woche ab dem 15. Juli in Erinnerung sein. In diesen Tagen wurden einige neue Ganzjahres- oder zumindest Julirekordtemperaturen gemessen." Während am 20. Juli in Andau mit 39,5 Grad die absolut höchste Temperatur gemessen wurde, kamen am 1. Juni in St. Anton am Arlberg sowie am 10. Juli in Badgastein die Quecksilbersäulen nicht über zwei Grad hinaus.

Hitzepol im August war der Osten
Die Hohe Warte in Wien verzeichnete den viertwärmsten Sommer seit Messbeginn (hinter 2003, 1992 und 1994), Eisenstadt sogar den zweitwärmsten, nur übertroffen vom Rekordsommer 2003. In der burgenländischen Landeshauptstadt wurden überdies von allen Landeshauptstädten die meisten Hitzetage (also Tage mit mindestens 30 Grad) registriert, nämlich 23.

Interessant ist auch das Wiener Temperaturmittel von September 2006 bis August 2007. Es betrug 12,8 Grad. Das bisher wärmste Kalenderjahr war 2000 mit einem Mittel von 11,7 Grad, der 30-jährige Jahresmittelwert für Wien liegt bei 10,2 Grad.

Trotz Hitze viele Niederschläge
Die Niederschlagsmengen erreichten in weiten Teilen Österreichs 80 bis 120 Prozent des Normalwertes. Trockener - also mit weniger als 80 Prozent - war der Sommer nur in kleinen Landstrichen im Nordwesten und Südosten Österreichs. Im Süden Salzburgs, in Osttirol und Teilen Kärntens war der Sommer nass mit 120 bis 150 Prozent der normalen Mengen.

In allen Landeshauptstädten außer Bregenz übertraf die Anzahl der Sonnenstunden die Normalwerte. Den sonnigsten Sommer konnten die Wiener genießen: 848 Sonnenstunden entsprechen 122 Prozent vom Normalwert und liegt knapp über dem Vergleichswert des Vorjahres. Etwas benachteiligt war 2007 Bregenz, wo 630 Stunden erreicht wurden - mehr als 100 Stunden weniger als im Sommer 2006.




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