24. April 2008 17:34

Paarungsfrust 

Jede zweite Blaumeisen-Ehe zerbricht

Der Grund: einer der beiden Vögel findet, dass der Beziehung zu wenig Nachwuchs hervorbringt.

Jede zweite Blaumeisen-Ehe zerbricht

Blaumeisen stehen den Menschen bei Scheidungen in nichts nach. Wissenschaftler des deutschen Max-Planck-Instituts für Ornithologie haben bei den eigentlich sehr treuen Vögeln Trennungsraten von über 50 Prozent festgestellt. Offensichtlich ist einer der beiden Partner frustriert, wenn aus der Beziehung zu wenige Kinder hervorgehen, vermuten die Verhaltensökologen.

Mehr Küken erwünscht
Meist paarte sich das Männchen nach der Trennung mit einem größeren Weibchen, um die Zahl der Nachkommen zu erhöhen, stellten die Wissenschaftler fest. Sie spekulieren deshalb, dass sich das Männchen von einem anderen Weibchen bezirzen lässt und seine Partnerin davonjagt.

Allerdings wurden auch Fälle beobachtet, in dem das Weibchen durch den Revierwechsel zu einem anderen Männchen bessere Lebensbedingungen vorfand und so einen höheren Bruterfolg erzielte.




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