25. Februar 2008 20:35

Neue Studie 

"Killerbienen" werden immer stärker

Die in Südamerika heimischen "Killerbienen" haben einer Studie zufolge Eigenschaften der von ihnen verdrängten friedliebenden Honigbienen übernommen und sind dadurch immer stärker geworden.

"Killerbienen" werden immer stärker
© dpa

Nach der am Montag veröffentlichten Studie profitierten die ursprünglich aus Afrika stammenden aggressiven Bienen davon, dass Siedler im 17. Jahrhundert Honigbienen aus verschiedenen europäischen Regionen nach Südamerika brachten.

Paarung mit Honigbienen
Die "Killerbienen" hätten sich mit Honigbienen gepaart und durch deren unterschiedliche Herkunft einen großen Gen-Pool zur Auswahl gehabt. Allerdings habe alles, was der angriffslustigen Biene nutze, negative Konsequenzen für die Imker, erklärte der Autor, Charles Whitfield von der University of Illinois.

Gefährlich für Imker
"Killerbienen" gelten als gefährlich, weil sie ihre Bienenstöcke sehr energisch verteidigen: Sie stechen nicht nur häufiger zu als andere Bienenarten, sondern können durch bestimmte Signale auch ganze Bienenschwärme zur Unterstützung herbeiordern. Eine ganze Reihe von Menschen sind bereits durch "Killerbienen"-Attacken gestorben - vor allem sehr alte und sehr junge Leute oder solche, die den aggressiven Bienenschwärmen nicht rechtzeitig entkommen konnten. Die "Killerbienen" haben die Bienenwelt von Brasilien bis in den Südwesten der Vereinigten Staaten unter ihre Kontrolle gebracht. Die Studie ist im Fachblatt "Proceedings of the Nationale Academy of Sciences" erschienen.




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