05. März 2008 14:45

OECD warnt 

Klimawandel bringt imense Kosten mit sich

In ihrem jüngsten Umweltausblick warnte die OECD vor den Folgen des Klimawandels, gegen den man jetzt jedoch noch etwas tun könne.

Klimawandel bringt imense Kosten mit sich
© APA

Die Staatengemeinschaft hat nur noch wenig Zeit, um die Folgen des Klimawandels mit bezahlbaren Maßnahmen einzudämmen. "Das Handlungsfenster ist jetzt offen", erklärte die OECD am Mittwoch bei der Vorstellung ihres jüngsten Umweltausblicks in Oslo. "Wir brauchen heute eine zukunftsweisende Politik, um hohe Kosten für das Nichtstun zu vermeiden."

Irreversible Schäden drohen
Ohne neue Maßnahmen würde der weltweite CO2-Ausstoß bis 2030 um 37 Prozent steigen, warnt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie rechnet für diesen Fall mit irreversiblen Schäden. Durch die Erderwärmung würden eine Milliarde mehr Menschen in Gebieten mit Wasserknappheit leben, die Todesfälle aufgrund von bodennahem Ozon würden sich vervierfachen.

"Die Länder müssen ihre Volkswirtschaften in Richtung auf eine CO2-arme, grünere und nachhaltige Zukunft bewegen", erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Seine ermutigende Botschaft: Die notwendigen Maßnahmen müssten die Weltkonjunktur nicht belasten. Die Organisation prognostiziert eine Verdoppelung der globalen Wirtschaftsleistung in den kommenden zwei Jahrzehnten. Nur ein Prozent dieses Wachstums sei nötig, um die Treibhausgasemissionen gegenüber heute um zwölf Prozent zu vermindern, heißt es in dem Bericht.

Mehr Investitionen in Forschung gefordert
Erforderlich wäre ein Bündel von Maßnahmen, um die Kosten für den Kampf gegen den Klimawandel gering zu halten. Neben marktwirtschaftlichen Instrumenten von Umweltsteuern über den Emissionshandel bis zum Abbau von Kohle- oder Landwirtschaftssubventionen würden auch strengere Regeln und mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung gebraucht.

Voraussetzung für den Erfolg sei aber, dass die aufstrebenden Wirtschaftsmächte wie China, Indien, Russland und Brasilien für den Kampf gegen den Klimawandel gewonnen werden könnten. Allein diese vier Staaten würden ohne Gegensteuern im Jahr 2030 mehr CO2 produzieren als alle 30 OECD-Mitgliedstaaten zusammen. Der OECD-Bericht zeigt deswegen Wege auf, wie die finanziellen Belastungen globaler Maßnahmen geteilt werden können. "Wenn alle Länder zusammenarbeiten, werden die Kosten viel geringer ausfallen", erklärte Generalsekretär Gurria.




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