09. August 2007 16:32

Klimawandel 

Korallensterben schlimmer als angenommen

Die Korallenriffe des Pazifiks sterben deutlich schneller ab als bislang angenommen. Schon heute ein Rückgang von 20 Prozent.

Korallensterben schlimmer als angenommen
© EPA

In den vergangenen 20 Jahren seien die Bestände im Indopazifik um 20 Prozent zurückgegangen, heißt es in einer Untersuchung der University of North Carolina in Chapel Hill, die am Mittwoch in Thailand veröffentlicht wurde. Als Grund wurden unter anderem eine Erwärmung der Gewässer infolge des Klimawandels, Stürme und Abwässer aus Industrie und Landwirtschaft genannt.

Riffe verschwunden
Seit den 60er Jahren seien Riffe auf einer Fläche von knapp 970 Quadratkilometer verschwunden, heißt es in der Studie. Im Indopazifik sind drei Viertel aller Korallenriffe weltweit beheimatet. Die Verluste seien "viel weiter verbreitet und schlimmer als zuvor angenommen", erklärte der Wissenschaftler John Bruno, der die Untersuchung durchführte. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist bereits fast ein Drittel aller Korallen weltweit abgestorben, bis zum Jahr 2030 werden nach UN-Angaben vermutlich 60 Prozent unwiederbringlich verloren sein.




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