15. März 2008 16:40

Studie 

Krokodile nutzen Lungen als mobile Schwimmblase

Sie können mit ihren Muskeln das Atmungsorgan im ganzen Körper verschieben - vom Schwanz bis in Richtung Kopf.

Krokodile nutzen Lungen als mobile Schwimmblase

Krokodile sind dafür bekannt, dass sie völlig unbemerkt im Wasser ihrer Beute auflauern und dann blitzschnell zuschlagen können. Wissenschafter der Universität Utah fanden nun heraus, wie die Urzeitreptilien das machen.

Muskeln bewegen die Lunge
Die Krokodile können mit diversen Muskeln ihre Lungen innerhalb ihres Körpers hin- und herschieben und mit dieser mobilen Schwimmblase ohne äußerliche Bewegung auf- und abtauchen. Dabei spannen sie je nach gewünschter Bewegung die Muskeln des Zwerchfells, des Beckens, des Bauchraumes und der Rippen an.

Nur keine Wellen
Dem Studienautor zufolge drücken die Tiere mit ihren Muskeln die Lungen zum Schwanz, um abzutauchen. Wenn sie das Organ in Richtung Kopf schieben, tauchen die gefährlichen Jäger wieder auf. Dadurch können sie sich im Wasser bewegen, ohne viel Unruhe zu verursachen, was besonders wichtig ist, um sich an ein Opfer anzuschleichen, ohne Wellen zu machen.

Alte Theorie passé
Die Ergebnisse stellen eine frühere Theorie infrage, wonach Alligatoren kräftige Zwerchfellmuskeln entwickelten, um ihnen gleichzeitiges Laufen und Atmen zu ermöglichen. Es könnte sein, dass diese Muskeln nicht für die Atmung entwickelt wurden, sondern für die Bewegung im Wasser, und dass sie später nur zur Atmung hinzugezogen wurden, vermuten die Forscher. Die Studie geht davon aus, dass diese Muskelfunktionen erst nach der Entwicklung der Krokodile zu Amphibien in der Kreidezeit entstanden.




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