14. September 2007 11:39

Studie 

Lesbische Frauen "erkennt" man am Gehirn

Dafür Verantwortlich sind Hormone, die bereits vorgeburtlich wirken.

Lesbische Frauen "erkennt" man am Gehirn
© www.sxc.hu

Die Anatomie des Gehirns gibt bei Frauen Aufschluss über die sexuelle Orientierung. Darauf deutet zumindest eine deutsch-britische Studie hin. Die Sexualmediziner der Uniklinik Kiel und des University College London untersuchten dabei die Gehirnstruktur von heterosexuellen und homosexuellen Frauen und Männern im Kernspintomographen.

Sexuelle Orientierung des mannes hängt weniger vom Gehirn ab
Während sich zwischen heterosexuellen und homosexuellen Männern keine Unterschiede fanden, wiesen homosexuelle Frauen in einer bestimmten Hirnregion ein Muster auf, das eher den heterosexuellen Männern als den heterosexuellen Frauen entsprach. Es handelt sich dabei um jenen Teil des Gehirns, der für die Geruchsverarbeitung, aber auch für die Verarbeitung sexueller und sozialer Reize verantwortlich ist. Die Forscher interpretieren dies nach Angaben der Uniklinik als Beleg dafür, dass vorgeburtlich wirkende Hormone die Gehirndifferenzierung prägen und damit auf die Entwicklung der sexuellen Orientierung bei Frauen Einfluss nehmen. Die sexuelle Orientierung bei Männern werde offenbar stärker durch andere Faktoren bestimmt.




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