18. Dezember 2008 14:44

US-Studie 

Lustlosigkeit als sexuelles Problem bei Frauen

Eine verminderte Libido ist das häufigste sexuelle Problem bei Frauen ab 18 Jahren. Frauen im mittleren Lebensalter sind aber eher betroffen.

Lustlosigkeit als sexuelles Problem bei Frauen
© sxc

Das ergab eine Studie unter tausenden Amerikanerinnen. In der Preside-Studie, der größten Studie zur Häufigkeit von Sexualstörungen bei Frauen, berichtete etwa eine von zehn Frauen über vermindertes sexuelles Verlangen verbunden mit persönlichem Leidensdruck. Die medizinische Bezeichnung dafür ist Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD).

Die Hälfte hat sexuelle Probleme
Bei HSDD handelt es sich um eine gesundheitliche Störung, die sehr häufig nicht oder falsch diagnostiziert wird, schreibt die Zeitschrift "Obstetrics & Gynecology", die auch die Zahlen der Studie veröffentlicht hat. In der Untersuchung berichteten 44,2 Prozent der Frauen, dass sie unter sexuellen Problemen leiden. Am häufigsten wurde von 38,7 Prozent der Befragten vermindertes Verlangen genannt. Erregungs- (26,1 Prozent) und Orgasmusstörungen (20,5 Prozent) traten seltener auf.

Leidensdruck ist groß
22,8 Prozent berichteten, dass sie persönlich stark unter ihren sexuellen Problemen leiden würden. Mangelndes sexuelles Verlangen war für zehn Prozent der Befragten das häufigste Problem und verursachte damit doppelt so oft einen Leidensdruck wie Erregungsstörungen (5,4 Prozent) oder Orgasmusprobleme (4,7 Prozent). Von vermindertem Verlangen und daraus resultierendem Leidensdruck waren Frauen aller Altersklassen betroffen, häufiger jedoch Frauen im mittleren Lebensalter.

Für die Studie wurden 31.581 erwachsene Frauen in den USA befragt.




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