27. Februar 2008 11:52

Liebes-Strategie 

Männliche Listspinnen stellen sich tot

Mit dieser Strategie kriegen die Männchen die Weibchen herum - Wissenschaftlern zufolge sind 90% der Männchen mit dieser Strategie erfolgreich.

Männliche Listspinnen stellen sich tot

Besonders raffinierte Männchen der Listspinne stellen sich kurz tot, um ihre Partnerinnen zum Sex zu bewegen. In ihrem Mund bieten sie zunächst ein "Brautgeschenk" an - beispielsweise eine erbeutete Fliege -, dann bleiben sie bewegungslos liegen. Wenn das Weibchen sich über die Nahrung hermacht, bringt sich das Männchen blitzschnell in die Paarungsposition.

Geheimnis des Erfolgs
Nach einem Bericht des britischen Magazins "New Scientist" kamen 89 Prozent der männlichen Listspinnen (Pisaura mirabilis), die diese Strategie beherrschten, zum Sex. Von den Männchen, die sich nicht tot stellten, schafften es nur 40 Prozent. Außerdem konnten die trickreichen Männchen mehr Eier befruchten, da die Paarungen länger dauerten.

Bisher war die Technik des Totstellens zur Abwehr von Fressfeinden im Tierreich bekanntgewesen. Als Sex-Strategie ist sie erstmals beobachtet worden. Das Anti-Räuber-Verhalten hat sich also zu einer anwendbaren Paarungsstrategie entwickelt.




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