02. Juni 2008 10:35

Graben im Permafrost 

Marssonde nimmt erste Bodenproben

Der Roboterarm der Raumsonde "Phoenix" ist repariert - und leistet beste Arbeit. Die Marssonde nahm erste Bodenproben.

Marssonde nimmt erste Bodenproben
Marssonde nimmt erste Bodenproben

Die US-Marssonde "Phoenix" hat erste Bodenproben des Roten Planeten genommen und dabei vielleicht Spuren von Eis gefunden. Die Probe von etwa 200 Millilitern Volumen enthalte ein Stück Boden, der von einer weißen Kruste bedeckt sei, teilte die NASA am Freitag (Ortszeit) mit. Die NASA-Wissenschaftler rätselten, ob es sich dabei tatsächlich um Eis handelt oder eventuell um Salz, das bei der Verdampfung von Wasser entstanden sein könnte.

Wasser als Voraussetzung fürs Leben
Wo Wasser ist, könnten zumindest einfache Organismen leben oder gelebt haben. Der wissenschaftliche Leiter der Marsmission, Peter Smith von der Universität in Arizona, bezeichnete die Probenentnahme als wichtigen Moment der Mission. Die Analyse des Materials werde dessen genaue Zusammensetzung zeigen, und lasse erstmals Aussagen über Wasservorkommen auf dem Mars zu.

"Phoenix" habe die Bodenprobe nach Angaben der NASA bereits am Donnerstag genommen. Mit einer kleinen Baggerschaufel wurde das Material vollautomatisch an das Minilabor der Phoenix weitergereicht, die dieses chemisch und geologisch untersucht. "Zuerst muss das Wasser extrahiert werden, um seinen Anteil zu bestimmen", erklärte Smith. Ende nächster Woche dürfte eine erste Analyse vorliegen. Unter anderem werden die Proben auch auf Spuren von Kohlenstoff geprüft, der zu den Bausteinen des Lebens zählt.

NASA investiert Millionen
Vor fünf Jahren hatte die US-Sonde "Odyssey" bei ihrem Flug um den Mars in der Polarregion Anzeichen für gefrorenes Wasser unter der Bodenoberfläche entdeckt. Um die Foschungen weiter voran zu treiben, investierte die NASA 420 Millionen Dollar (rund 267 Millionen Euro) in die "Phoenix"-Mission.




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