22. August 2007 11:04

Uni-Forschung 

Mit "Exzellenz-Strategie" in die Weltspitze

Wissenschaftsminister Hahn will nach miesem Zeugnis bei den Unis mehr auf Wettbewerb setzen.

Mit "Exzellenz-Strategie" in die Weltspitze
© Apa/Robert Jäger

Laut Ö1-Morgenjournal hat eine Vergleichsstudie der heimischen Wissenschaft zuletzt kein gutes Zeugnis ausgestellt. Für manche war es ein ziemlicher Schock. Gesamt gesehen müssten die Ergebnisse österreichischer Forscher zehnmal so oft in Fachmagazinen auftauchen wie bisher, um weltweit unter die Top-Fünf-Wissenschaftsnationen zu kommen. Das sagt zumindest eine aktuelle Studie des Forschungsfonds FWF, der sich hierzulande um die Grundlagenforschung kümmert.

Mit "Exzellenz-Strategie" an die Spitze
Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung präsentiert nun Rezepte für den Weg an die Spitze. In seiner "Exzellenz-Strategie" müssten die Forschungsmitteln noch leistungsorientierter vergeben werden als bisher. Die gegenwärtigen Leistungsvereinbarungen der Unis mit dem Wisenschaftsministerium seien nicht ausreichend.

Auch die Grundbudgets sollten nach Wettbewerbskriterien vergeben werden. Zusätzlich sollten in einem neuen Projekt namens "Exote" - stehend für "Excellence on Top End" - bestimmten Top-Forschergruppen für ihre Projekte je 500.000 bis eine Million Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, ausgewählt von einer Fach-Jury.

Geld nicht ausschlaggebend
Ratsvorsitzender Knut Konsemüller sieht Österreich auf einem guten Weg: "Das Geld ist nicht mehr wie in früheren Jahren das Hauptproblem unserer Beratungstätigkeit. Früher war immer der große Geldmangel da. Wenn man es im internationalen Vergleich sieht, würde ich fast sagen: Geld ist genügend da. Woran Mangel besteht, ist, es noch richtig auf Schwerpunktgebiete zu fokussieren". Und Konsemüller ortet jenen Forschungsbereich, der überproportional wachsen müsste - jene Forschung nämlich, die auf Zusammenarbeit von Wissenschaftseinrichtungen und Wirtschaft gründet.

Hahn sieht sich bestätigt
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) sieht sich durch die Empfehlungen des Rates für Forschung und Technologie-Entwicklung in seinem Kurs bestätigt. Der Erfolg der Schwerpunktsetzung zeige sich bereits im Bereich Mathematik. Positiv sieht Hahn auch den Rat, bei den Unis mehr auf Wettbewerb zu setzen.




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