26. August 2007 13:09

Engel der Armen 

Mutter Teresa zweifelte an Gott

Zehn Jahre nach ihrem Tod tauchen bisher geheime Briefe auf : Der Engel der Armen war voller Selbst- und Glaubenszweifel.

Mutter Teresa zweifelte an Gott
© AP

Die 1997 im Alter von 87 Jahren verstorbene katholische Ordensfrau und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa von Kalkutta hegte 50 Jahre lang tiefe Zweifel an ihrem Glauben. Das geht aus einer Sammlung von 40 bisher unveröffentlichten geheimen Briefen hervor, die anlässlich ihres zehnten Todestages am 5. September in Buchform in den USA publiziert werden. Mutter Teresa selbst wollte die Briefe verbrennen.

Leben für die Armen
Die am 27. August 1910 als Agnes Gonxha Bojaxhiu in Skopje geborene "Heilige der Slums" widmete ihr Leben den Ärmsten der Armen in der indischen Millionenmetropole Kalkutta. Dort gründete sie 1950 den Orden der "Missionarinnen der Nächstenliebe“, um Sterbende und Kranke zu betreuen. Leprakranken bot sie eine Zufluchtsstätte.

Nach außen hin eine Lichtgestalt des katholischen Glaubens - 1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis, nach ihrem Tod wurde sie 2003 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen - waren die letzten 50 Jahre ihres Lebens in den Slums von Kalkutta laut dem Kurator des Buches, Pater Brian Kolodiejchuk, jedoch von einer tiefen Glaubenskrise geprägt: "Der Platz Gottes an meiner Stelle ist leer, Gott will mich nicht“, klagte sie ihr Martyrium.

Verzweifelte Suche
Ihr Leben als eine schmerzhafte Suche nach Gott. In zahlreichen ihrer Briefe berichtete sie von "Dürre“, "Dunkelheit“ und "Einsamkeit“, die sie durchlebe. Das Lachen sei wie eine Maske, die alles zudecke.

Das Buch trägt den Titel "Mother Teresa: Come Be My Light".




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