28. Mai 2008 11:32

Artenschutzkonferenz 

Naturschutzunion fordert mehr Meeres-Schutz

Die Internationale Naturschutzunion (IUCN) hat an die Bonner UN-Konferenz appelliert, mehr für den Schutz der Weltmeere zu tun.

Naturschutzunion fordert mehr Meeres-Schutz
© sxc.hu

Es sei nie dringlicher gewesen, die Nutzung der Ozeane besser zu regeln. Immer mehr Meeres-Lebewesen seien vom Aussterben bedroht. Außerdem seien viele Meeres-Lebensräume gefährdet. Nötig seien "handfeste Ergebnisse, nicht nur schöne Worte", sagte IUCN-Generaldirektorin Julia Marton-Lefevre am Dienstag in Bonn.

Einigung auf Auswahlkriterien
Auf der Naturschutzkonferenz sollen Auswahlkriterien für schutzbedürftige Gebiete vereinbart werden. Dies reiche aber nicht, sagte Marton-Lefevre. "Die Regierungen müssen sich jetzt endlich für bestimmte Gebiete entscheiden und dann zusammen an ihrem Schutz arbeiten."

Schutz für Amazonasregenwald
Im Vorfeld des Ministertreffens erneuerte der WWF-Österreich seine Forderung an die Bundesregierung, zehn Millionen Euro für den Schutz des Amazonasregenwaldes locker zu machen. Die Summe soll in den Ausbau des ARPA-Schutzgürtels fließen, mit dem mehr als 500.000 Quadratkilometer Regenwald in Brasilien unter dauerhaften und nachhaltigen Schutz gestellt werden. Dabei handelt es sich um das größte Naturschutzprojekt der Welt.

1,5 Millionen Quadratkilometer gefährdet
Seit den 70er Jahren wurden nach Angaben des WWF mehr als eine Million Quadratkilometer des Regenwaldes am Amazonas abgeholzt. Bis 2050 seien weitere 1,5 Millionen Quadratkilometer gefährdet, weshalb bis 2012 ein Wall aus ARPA-Schutzgebieten geschaffen werden soll, der die Entwaldungsfront stoppt.




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