28. August 2008 08:57

Studie 

Neandertaler waren gar nicht so dumm

Bisher glaubte man, der Neandertaler wäre wegen mangelnder Intelligenz ausgestorben. Jetzt gibts neue Erkenntnisse.

Neandertaler waren gar nicht so dumm
© DPA

Der Neandertaler galt seit jeher als dümmere Version des Menschen. Mit seinem kleinen Hirn soll er zu blöd gewesen sein, um zu überleben. Diese These wurde als nahezu fix angesehen.

Ins Wanken bringen sie jetzt britische Wissenschaftler. Forscher der Universität Exeter verglichen die Werkzeuge von Neandertalern und Menschen. Sie fanden heraus, dass die Keulen und anderen Werkzeuge der Neandertaler zwar weniger fein waren, als die der Menschen, aber ihren Zweck genauso gut erfüllten, wie deren Werkzeuge. Auch in der Jagd und in der Kommunikation standen die Neandertaler den Menschen um nichts nach.

Zwei gravierende Nachteile hatten sie aber doch. Zum einen fiel es ihnen schwer, soziale Verbindungen einzugehen, zum anderen aßen sie nur Fleisch, während der Mensch relativ viel Fisch zu sich nahm. Das war vor allem in Zeiten großer Nahrungsmittelknappheit ein entscheidender Vorteil.




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