19. September 2007 13:44

Medizin 

Neue Netzhautbehandlung der Uni Wien

Ziel der Behandlung ist, Einschränkungen bzw. den Verlust der Sehkraft zu verhindern.

Neue Netzhautbehandlung der Uni Wien
© dpa

Da meist Gefäßerkrankungen der Netzhaut vorliegen, bei denen die Augengefäße undicht werden und unkontrolliert zu wuchern beginnen, werden nun kleinste Mengen an Antikörpern in das erkrankte Auge injiziert. Diese blockieren direkt die gefäßschädigenden Auslöserstoffe. Klinische Studien an der Augenklinik unter ihrem Vorstand Ursula Schmidt-Erfurth zeigten sowohl bei Gefäßverschlüssen, als auch bei der diabetischen Netzhauterkrankung und der häufigen Makuladegeneration gute Ergebnisse mit Verbesserung der Sehkraft für den Patienten.

Während viele andere Augenerkrankungen wie z.B. der graue und der grüne Star mit Hilfe der modernen Medizin gut beherrschbar oder auch heilbar sind, führt eine Erkrankung der Netzhaut in vielen Fällen zu einem schweren und irreversiblen Verlust der Sehkraft. Die biologische Wirkweise ist eine der neuartigen Behandlungsstrategien der Augenheilkunde und unterscheidet sich von den herkömmlichen Methoden der Chirurgie und des verödenden Lasers.

Das Zusammenspiel von Gefäßerkrankungen und Schädigung der Netzhaut steht auch im Mittelpunkt eines Symposiums am 20. Oktober "Retinal vascular diseases", das gemeinsame mit der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie durchgeführt wird.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare