29. Februar 2008 21:30

Bären vor Aussterben 

Nur noch zwei Tiere übrig!

Von den 35 Braunbären, die einst durch Österreichs Wälder pirschten, sind nur noch zwei genetisch nachweisbar.

Nur noch zwei Tiere übrig!
© AP Photo/Bob Martinson

„Jetzt ist es definitiv an der Zeit, Jungtiere wieder anzusiedeln“, fordert Bärenanwalt Georg Rauer. Denn für die heimische Bärenpopulation scheint die Zeit endgültig abgelaufen zu sein.

Wie der WWF und das Uni-Forschungsinstitut für Wildtierkunde festgestellt haben, waren von den einst 35 heimischen Braunbären im vergangenen Jahr nur noch zwei Exemplare genetisch nachweisbar: Salzkammgut-Bär Moritz und sein Ötscher-Kollege Djuro, der seit seiner Aussetzung im Jahr 1993 stattliche 22 Mal für putzigen Bärennachwuchs gesorgt hat.

Elsa verschwunden
Sorge bereitet den Tierschützern das Verschwinden des letzten Weibchens: Von der Bärendame Elsa und ihren drei kleinen Jungen gab es bis auf einen Pfotenabdruck im Jänner des Vorjahres kein Lebenszeichen mehr.

Trophäe
Befürchtet wird, dass die Ötscherbärin und die vielen verschwundenen Jungtiere illegal abgeknallt wurden. Sie könnten dasselbe Schicksal erlitten haben wie ein Artgenosse, der im Vorjahr im Haus eines Jägers in Türnitz gefunden wurde: Ausgestopft und als Trophäe im Keller ausgestellt.

Im Kampf gegen mutmaßliche Bärenkiller ermittelt bereits das Bundeskriminalamt. Bärentötern drohen sogar Haftstrafen.




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