06. August 2008 12:08

Himmelsereignis 

Partielle Mondfinsternis am 16. August

Nach der Sonnenfinsternis stehen uns zwei weitere astronomische Ereignis bevor: Mondfinsternis und Sternschnuppen.

Partielle Mondfinsternis am 16. August
© Sven Creutzmann/Mambo photo/Getty Images

In der Nacht von 13. auf 14. oder von 14. auf 15. August erwarten die Astronomen einen Sternschnuppenregen. Der sogenannte Perseidenstrom bringt zu Glanzzeiten bis zu 100 Meteore pro Stunde mit sich. Die beste Gelegenheit, sich einen Wunsch zu erfüllen, ist jeweils kurz nach Mitternacht.

Partielle Mondfinsternis
Nur kurz später gibt es ein zweites, astronomisches Ereignis: Eine partielle Mondfinsternis erwarten Astronomen für den 16. August. Der Erdbegleiter wird sich ab kurz nach 21.00 Uhr sichtbar verfinstern, die maximale Bedeckung mit rund 80 Prozent wird für kurz nach 23.00 Uhr erwartet. Der Höhepunkt des diesjährigen Sternschnuppenregens der Perseiden wurde für den 12. August errechnet. Volkssternwarten und Astronomische Vereine bieten Sonderführungen.

Zur Zeit der ersten sichtbaren Verdunkelung um 21.12 Uhr steht der Mond noch vergleichsweise tief über dem Horizont. Um 21.36 tritt der Mond dann laut der Astronomiezeitschrift "Der Sternenbote" in den Kernschatten der Erde, sichtbar an einem deutlichen, dunklen Scherzerl am linken unteren Rand. Der Höhepunkt der Verdunkelung mit rund 80 Prozent ist für 23.10 Uhr prognostiziert. Um 0.44 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten, um 1.08 Uhr ist das Himmelsspektakel für den Betrachter mit freiem Auge dann vorbei.

Eine Mondfinsternis ist nur bei Vollmond möglich, wenn Sonne und Mond aus irdischer Sicht einander gegenüber stehen. Nur dann kann der Mond in den Schatten der Erde geraten. Mondfinsternisse ereignen sich durchschnittlich zweimal pro Jahr. Volkssternwarten und Astronomie-Vereine bieten auch diesmal Sonderführungen.

Sternschnuppenschwärme
Die Sternschnuppen der Perseiden sind alljährlich zu sehen, wenn die Erde die Bahn und somit die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle kreuzt. Ein Teil der winzigen Schmutzteilchen gelangt dabei in die Erdatmosphäre und verglüht mit den bekannten Leuchterscheinungen, Sternschnuppen genannt.

Trotz der jährlichen Schwankungen zählen die Perseiden zu den verlässlichsten Meteorschauern des Jahres. Die spektakulärsten sind dagegen die Geminiden im Dezember. Die Leuchterscheinungen sind am ganzen Firmament möglich. Die besten Chancen auf Sichtungen hat man dabei kurz vor oder während der Morgendämmerung.

Das Himmelsspektakel der Perseiden wurde bereits im Jahr 36 nach Christus von chinesischen Astronomen beschrieben. Der Name Perseiden rührt daher, dass die Sternschnuppen aus dem Sternbild des Perseus zu kommen scheinen.




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