18. Juli 2008 13:57

Nach 2000 Jahren 

Pompeji geht ein zweites Mal unter

Vor fast 2.000 Jahren wurde Pompeji vom Vesuv ausgelöscht. Nun droht ein zweiter Untergang: Touristen setzen der antiken Stadt zu.

Pompeji geht ein zweites Mal unter
Pompeji geht ein zweites Mal unter

Die Regierung in Rom hat am Freitag Notstandsmaßnahmen zum Schutz der Ausgrabungen in Pompeji ergriffen. Das archäologische Gelände ist von Diebstählen und Vandalen belastet.

Unter dem Druck von Kulturminister Sandro Bondi und des Polizeichefs Neapels beschloss die Regierung zusätzliche Finanzierungen zur Verfügung zu stellen, um Pompeji besser unter Kontrolle zu halten.

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Seit Monaten tobt eine scharfe Polemik um die Sicherheit der Ausgrabungen. Es fehle an einem effizienten Überwachungssystems. Das archäologische Gelände und die meisten noch erhaltenen Villen sind nur von einfachen Zäunen geschützt, die wenig gegen Diebe bewirken können.

Die Kunstdiebe drangen kürzlich unter anderem in das "Haus der Ceii" ein, eine kleine Villa aus dem Jahr 79 vor Christus, die vom Ausbruch des Vesuvs teilweise verschont worden war. Die Villa ist vor allem wegen ihrer Fresken mit Szenen von Gladiatorenkämpfen bekannt.

Die römische Stadt Pompeji war bei einem Vesuv-Ausbruch im Jahr 79 völlig zerstört worden. Tausende Menschen kamen im Aschenregen ums Leben. Die Ausgrabungsstätte ist heute eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Italiens. Jährlich wird das Gebiet nördlich von Neapel von zwei Millionen Menschen besucht.

Fotos: (c) Reuters




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