09. November 2007 07:34

Acht Mrd. Barrel 

Riesiges Ölfeld vor brasilianischer Küste entdeckt

Nach dem riesigen Ölfund könnte das südamerikanisches Land unter die zehn größten Erdölproduzenten aufsteigen.

Riesiges Ölfeld vor brasilianischer Küste entdeckt
© EPA/BRITISH PETROLEUM

Brasilien hat riesige neue Öl- und Gasvorkommen entdeckt. Das südamerikanische Land könne damit zu einem ähnlich wichtigen Erdölexporteur wie die arabischen Staaten, Nigeria oder Venezuela werden, sagten die Leiterin des brasilianischen Präsidialamtes, Dilma Rousseff, und der Chef des staatlich kontrollierten Ölkonzerns Petrobras, Jose Sergio Gabrielli, am Donnerstag.

Potenziell bis zu acht Mrd. Fass
Das Feld "Tupi" 250 Kilometer vor der Südostküste des Landes berge Vorkommen von fünf bis acht Mrd. Fass Öl sowie Erdgas, teilte Petrobras mit. Dazu komme ein mögliches weiteres Ölfeld weiter südlich.

Mehrheitlich im Eigentum der Petrobas
Das Feld "Tupi" gehört zu 65 Prozent der staatlich kontrollierten Petrobras, zu 25 Prozent der britischen Gesellschaft BG und zu zehn Prozent der portugiesischen Petrogal-Galp Energia. Auch das mögliche weitere Ölfeld, das in einer unter einer dicken Salzschicht gelegenen Zone von 800 Kilometern Länge und 200 Kilometern Breite vor der Küste liegt, gehört mehrheitlich Petrobras. Der Staat werde "in öffentlichem Interesse" vorerst keine Lizenzen zur Erschließung dieser Zone vergeben, kündigte Präsidialamtsleiterin Rousseff an.

Kommt Brasilien in die Top Ten der Ölförderländer?
Zurzeit fördert Petrobras 1,9 Mio. Barrel Öl am Tag. Das reicht, um Brasilien mit Öl zu versorgen. Das Ölfeld vor der Küste würde die Vorkommnisse, über die der Konzern verfügt, um die Hälfte steigern und ihm erlauben, Öl in großem Maßstab zu exportieren. Derzeit verfügt Petrobras nach eigenen Angaben über Vorkommnisse von 11,5 Mrd. Barrel Öl.

Förderung nur bei hohem Ölpreis rentabel
Die Entdeckung sei eine "gute Nachricht", sagte Analyst Adriano Pires vom brasilianischen Infrastrukturzentrum. Das Feld "Tupi" liege allerdings unter sehr tiefem Wasser, was die Förderung sehr teuer machen werde. Sie werde sich nur lohnen, wenn der Ölpreis dauerhaft auf dem derzeitigen Niveau bleibe. Die Produktion könne frühestens in vier oder fünf Jahren beginnen.




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