11. April 2008 18:06

Raumfahrt 

Russland will keine Touristen mehr ins All bringen

Das Ende der Spaß-Raumfahrt steht bevor: Die Raumfahrtbehörde will ab 2010 keine Touristen mehr ins All befördern

Russland will keine Touristen mehr ins All bringen
© RIAN

Russland will ab 2010 keine zahlenden Touristen mehr ins All bringen. Wegen des geplanten Ausbaus der Internationalen Raumstation (ISS) und der Vergrößerung der Besatzung böten die "Sojus"-Raumkapseln keinen Platz mehr für zusätzliche Passagiere, sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Anatoli Perminow, am Freitag. Seit 2000 flogen fünf reiche Privatleute zur ISS, was eine dringend benötigte Einnahmequelle für die Raumfahrtbehörde darstellte.

Einnahmen im Energie-Business stärken Raumfahrt
Aufgrund des Booms im Öl- und Rohstoffsektor hat die russische Regierung jedoch zuletzt mehr Geld an die Raumfahrtbehörde überwiesen. Derzeit befinden sich normalerweise drei Astronauten an Bord der ISS, in den kommenden Jahren könnten aber sechs bis neun Besatzungsmitglieder permanent in der ISS sein.

Erst am Donnerstag hatte die Raumkapsel "Sojus TMA-12" an der ISS angedockt. Mit an Bord war auch erstmals eine Südkoreanerin, die 29-jährige Yi So Yeon. Südkorea zahlte Russland für ihren Platz in der Raumkapsel 20 Millionen US-Dollar (13 Millionen Euro). Yi bleibt bis zum 19. April in der ISS.




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