04. Jänner 2008 17:26

Unnötige Technik 

Schlaflern-Programme für Babys sind überflüssig

Aller Anfang ist schwer. Babys entwickeln aber auf eigene Faust den richtigen Schlaf-Rhythmus.

Schlaflern-Programme für Babys sind überflüssig
© REUTERS/Dwi Oblo

Bei kindlichen Schlafproblemen werden Eltern oft auf so genannte "Schlaflernprogramme" verwiesen. Doch sind diese Programme wirklich sinnvoll? Und schaden sie dem Kind auch nicht? Experten sind sich einig: Schlaflernprogramme für Säuglinge seien völlig überflüssig.

Säuglinge entwickeln lassen und Geborgenheit geben
"Eltern müssen sich nicht ständig bemühen, damit ihr Kind Fortschritte macht", zitiert das Apothekenmagazin "Baby und Familie" den Schweizer Kinderarzt Remo Largo. Der Säugling entwickle sich aus sich selbst heraus, wenn man ihn nur lasse - und wenn er sich geborgen fühle. Dazu gehöre es, dass das Baby getröstet werde, wenn es aufwache und schreie. So lerne es leichter, sich selbst zu beruhigen und schläft besser.

Babys sollten bei den Eltern schlafen
Der beste Platz für das Säuglingsbett sei das Schlafzimmer der Eltern. "Babys sind einfach nicht dazu gemacht, dass man sie allein lässt", sagt die Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München, Fabienne Becker-Stoll.

Neugeborene schlafen nicht durch
Nach Angaben der Experten gibt es nur ganz wenige Babys, die von Beginn an die Nächte durchschlafen, denn Neugeborene besitzen noch keinen "zirkadianen Rhythmus", der bei Erwachsenen Wach- und Schlafzeiten steuert. Säuglinge können demnach nur eine knappe Stunde am Stück schlafen, dann werden sie für einen kurzen Moment wach, um erneut in den Tiefschlaf zu fallen. Nach drei bis vier solcher Zyklen bleiben sie längere Zeit munter.




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