05. Oktober 2007 14:22

Studie aus GB 

Schlafmangel erhöht Sterblichkeitsrisiko

Schlafmangel belastet die Gesundheit stärker als bisher bekannt. Wer langfristig zu wenig schläft erhöht sein Sterblichkeitsrisiko um das 1,7-Fache.

Schlafmangel erhöht Sterblichkeitsrisiko
© sxc

Wer täglich statt sieben Stunden weniger als fünf Stunden schläft, erhöht das langfristige Sterblichkeitsrisiko laut einer britischen Untersuchung um das 1,7-Fache. Die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, steigt sogar um mehr als das Doppelte, wie die Forscher in der Zeitschrift "Sleep" berichten.

Studie bei 10.000 Beamten
Die Forscher aus Warwick und London werteten in der Studie die Daten von mehr als 10.000 Angestellten im öffentlichen Dienst aus. Diese hatten Mitte der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre Angaben unter anderem zu ihrem täglichen Schlafpensum gemacht. Die Schlaflänge glichen die Forscher dann mit den Todesfällen bis zum Jahr 2004 ab, wobei sie auch andere Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Beruf, Bewegung, Blutdruck oder Alkohol- und Tabakkonsum berücksichtigten.

Auch zu langer Schlaf ungesund
Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass zu wenig Schlaf das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes steigert. Allerdings erhöhte in der britischen Untersuchung auch eine lange Schlafdauer von über acht Stunden die Sterblichkeit. Die Forscher haben für dieses Phänomen keine Erklärung. Es sei aber möglich, dass bei diesen Menschen Depressionen, Arbeitslosigkeit oder etwa eine erhöhte Müdigkeit infolge von Krebserkrankungen eine Rolle spielten, vermuten sie.




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