25. April 2008 11:10

USA 

Taucheranzug schützt Pinguin vor Kälte

Pinguine sind in der Antarktis beheimatet - und extreme Kälte gewohnt. Pierre jedoch in San Francisco muss mit Neopren geschützt werden.

Taucheranzug schützt Pinguin vor Kälte
© AP

Ein maßgeschneiderter Taucheranzug hat einem frierenden Pinguin im Aquarium von San Francisco wieder auf die Sprünge geholfen. Der 25 Jahre alte Pierre, ein afrikanischer Pinguin, hatte über Wochen hinweg viele Federn und damit seinen Kälteschutz verloren. Fröstelnd schaute der Pinguin vom Beckenrand seinen Artgenossen im Wasserbecken zu, wagte sich selbst aber nicht ins Wasser, erzählte die Meeresbiologin Pam Schaller am Donnerstag dem Lokalsender KGO.+

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(c) AP

Die Wissenschafter halfen zunächst mit Wärmelampen nach, doch Pierre blieb wasserscheu. Ein Neoprenanzug, wie ihn Wellenreiter und Taucher zum Schutz gegen kaltes Wasser tragen, brachte schließlich Abhilfe.

"Das hier sind kleine Löcher für seine Flügel", beschreibt Schaller den maßgeschneiderten Gummianzug, der am Rücken mit einem Klettverschluss verschlossen wird. Die anfängliche Sorge der Biologen, dass Pierre in dem ungewöhnlichen Outfit von seinen Artgenossen argwöhnisch beäugt würde, bestätigte sich nicht. Er habe sich schnell wieder in die Gruppe eingefügt und plansche wie früher im Becken. Inzwischen seien auch die ersten Federn nachgewachsen, sagt die Betreuerin. Nun soll Pierre nach und nach von dem Schutzanzug entwöhnt werden, bis er ohne zu frösteln in seinem Federkleid baden kann.




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