01. Februar 2008 12:31

Massiver Protest 

Tirol erleichtert Abschuss von Bären

Bär Bruno verwüstete 2006 Teile Tirols und Bayerns -sein Abschuss löste heftige Diskussionen aus. Tirol erleichtert nun das Töten von Bären.

Tirol erleichtert Abschuss von Bären
© dpa

Der Tiroler Landtag hat am Donnerstagabend die Änderung des Jagdgesetztes beschlossen, die in Zukunft den Abschuss von "Problembären" erleichtern soll. Die Grünen stimmten gegen die Gesetzesnovelle. Italienische Tierschützer hatten im Vorfeld protestiert und eine internationale Kampagne gegen den Abschuss dieser als potenziell gefährlich eingestuften Tiere angekündigt.

Bruno verwüstete Tirol und Bayern
Im Kern gehe es bei der Gesetzesänderung vor allem darum, dass die Jagd nach als Sicherheitsrisiko eingeschätzten Bären in allen Revieren möglich sein wird. Weder die Pächter noch die Eigentümer können dagegen Einspruch erheben. Als "JJ1" alias Bruno im Sommer 2006 eine Spur der Verwüstung durch Tirol und Bayern zog, hatte ein Jäger die Verfolgung des Bären in seinem Revier in Tirol verboten.

"Der Bär Bruno ist getötet worden, die Bärin Jurka ist in einem Gehege. Jetzt kommen noch die Pläne der Tiroler Landesregierung dazu: Für die armen Bären im Raum Trentino Südtirol gibt es keine Ruhe", hatte ein Vertreter des Verbandes Enpa mitgeteilt. Enpa forderte, dass die bestehenden EU-Gesetze respektiert und die Bären in Ruhe gelassen werden sollen.

In Tirol überschreiten immer wieder Bären aus dem Trentino und Südtirol die Grenze. In diesem Sommer seien die Bären vorwiegend in die Schweiz weiter gezogen.




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