27. Jänner 2008 10:08

Außer Kontrolle 

US-Spionagesatellit droht auf die Erde zu stürzen

Der außer Kontrolle geratene künstliche Himmelskörper könnte gefährliches Material enthalten.

US-Spionagesatellit droht auf die Erde zu stürzen
© EPA/EADS Astrium

Ein großer US-Spionagesatellit ist außer Kontrolle geraten und könnte schon Ende Februar oder Anfang März auf die Erde stürzen. Wie am Samstag aus amerikanischen Regierungskreisen verlautete, könnte er gefährliches Material enthalten. Es sei aber noch nicht klar, wo der künstliche Himmelskörper auf die Erde auftreffen werde. Der Satellit habe keine Energie und keinen Antrieb mehr, sagten Gewährsleute am Samstag in Washington.

Regierung bemüht, um Schäden abzumildern
Die zuständigen Regierungsbehörden beobachteten die Lage, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe. Die Regierung sei bemüht, Schäden abzumildern, die der Satellit verursachen könnte. In der Vergangenheit seien immer wieder Satelliten außer Kontrolle geraten und ohne Schaden anzurichten abgestürzt, sagte der Sprecher. Johndroe wollte sich nicht dazu äußern, ob die Möglichkeit besteht, den Satelliten abzuschießen. Es sei noch zu früh, derartige Einzelheiten zu besprechen.

Bei Absturz könnten Geheimnisse in falsche Hände geraten
Bei so einem unkontrollierten Absturz bestehe die Gefahr, dass geheime Dinge in die falschen Hänge gerieten, erklärte der Militärexperte John Pike. Spionagesatelliten würden normalerweise kontrolliert über dem Meer zum Absturz gebracht, um zu verhindern, dass jemand Einzelheiten über ihn erfahre.

Neun Tonnen schwerer Himmelkörper
Pike erklärte, der Satellit wiege vermutlich rund neun Tonnen und habe die Größe eines Kleinbusses. Bei dem gefährlichen Material könne es sich um Beryllium handeln, dass in der Luftfahrt und in der Rüstungsindustrie gerne eingesetzt werde. Das Einatmen von Beryllium könne zu chronischen und nicht heilbaren Atembeschwerden führen.




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