24. März 2008 22:27

Eisschwund 

Video zeigt eindeutiges Gletschersterben

Gletscher drohen weltweit zu verschwinden. Der Eisschwund beschleunigt sich. Ein Video aus Alaska zeigt das Ausmaß der Umweltkatastrophe.

Video zeigt eindeutiges Gletschersterben
© National Geographic

Die Gletscher schmelzen weltweit in Rekordgeschwindigkeit und könnten nach Schätzungen der Vereinten Nationen in einigen Jahrzehnten schon ganz verschwunden sein. Der Eisverlust bei 30 beobachteten Gletschern weltweit habe ein Rekordniveau erreicht, berichtete das UN-Umweltprogramm. Dabei seinen Millionen Menschen von dem Wasser der Gletscher abhängig, weil sie es als Trinkwasser, zur Bewässerung ihrer Felder oder zur Stromerzeugung brauchten.

Video der Umweltkatastrophe
Das US-Magazin "National Geographic" zeigt auf seiner Website ein Video des verheerenden Ausmaßes dieser Umweltkatastrophe. In den Zeitrafferaufnahmen eines Gletschers in Alaska ist zu sehen, wie der Gletscher innerhalb eines Jahres sichtbar zurückgegangen ist.

Norwegischer Gletscher stark betroffen
Der UN-Studie zufolge sei 2006 der Breidalblikkbrea-Gletscher in Norwegen am stärksten geschmolzen, der um 3,10 Meter dünner geworden sei. Der Echaurren Norte in Chile habe als einziger leicht hinzugewonnen. Durchschnittlich seien die Gletscher 2006 um 1,50 Meter geschrumpft. Das ist das letzte Jahr, für das konkrete Zahlen vorliegen.

Beschleunigte Entwicklung
Es handele sich offenbar um eine sich beschleunigende Entwicklung und ein Ende sei noch nicht in Sicht, erklärte Wilfried Häberli, der Direktor des Welt-Gletscher-Beobachtungsdienstes (World Glacier Monitoring Service). Zwischen 1980 und 1999 hätten die Gletscher durchschnittlich jedes Jahr 30 Zentimeter verloren. Seit der Jahrtausendwende habe dies auf durchschnittlich 50 Zentimeter zugenommen.

Drastische Auswirkungen auf Indien
Besonders drastische Auswirkungen durch den Eisverlust seien in Indien zu erwarten, dessen Flüsse vom Wasser der Gletscher im Himalaya gespeist werden.




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