21. September 2007 14:59

Gesundheit 

Viel Trinken bei Extremsport kann zum Tod führen

Besonders bedroht sind davon Frauen und Personen mit niedrigem Körpergewicht.

Viel Trinken bei Extremsport kann zum Tod führen
© APA

Zu viel Trinken kann bei extremem Ausdauersport lebensgefährlich sein. Beim Marathonlauf etwa verliert der Körper über den Schweiß eine größere Menge Salz. Wenn die Sportler dann während des Wettkampfs viel Flüssigkeit zu sich nehmen, kann es zu einer im schlimmsten Fall tödlichen Wasserüberladung im Blut kommen. Darauf weisen Nierenexperten in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" hin. Von dieser sogenannten Wasserintoxikation, also einer Art Vergiftung durch zu viel Flüssigkeit, seien Frauen sowie Personen mit niedrigem Körpergewicht besonders bedroht.

Salz oder Natrium regelt im Körper die Verteilung des Wassers zwischen verschiedenen Zellräumen. Bei einem Salzmangel im Blut tritt Wasser in das Gewebe über, und es bilden sich Ödeme. Viele Sportler seien der falschen Ansicht, dass sie viel trinken müssten, um die Salzverluste durch das Schwitzen auszugleichen, erklärt die Ärztin Sophie Richter von der Universitätsklinik Frankfurt am Main. Tatsächlich verstärkten sie jedoch den Natriummangel. Zur Vorbeugung rät die Expertin zu regelmäßigen Gewichtskontrollen im Training und zu einer Reduzierung der Versorgungsstationen bei den Wettkämpfen.




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