30. November 2007 11:57

Nationalpark 

Vier Österreicher nach Unfall in Südafrika tot

Bei einem schweren Unfall im südafrikanischen Krüger-Nationalpark sind fünf Touristen in einem Geländewagen ums Leben gekommen, darunter drei Kärntner.

Vier Österreicher nach Unfall in Südafrika tot
Vier Österreicher nach Unfall in Südafrika tot

Das Unglück ereignete sich bereits am Donnerstag im Krüger-Nationalpark. Insgesamt drei Kärntner und ein in Deutschland lebendes Ehepaar sind unter den Opfern, die am Donnerstag bei einem schweren Verkehrsunfall im südafrikanischen Krüger-Nationalpark ums Leben gekommen sind. Alle Autoinsassen dürften um die 70 Jahre alt sein. Das bestätigte der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Peter Launsky-Tieffenthal, am Freitagnachmittag.

Ein verstorbenes Ehepaar dürfte in Villach gelebt haben und eine tödlich verunglückte Frau in Klagenfurt. Ein weiteres Ehepaar dürfte in Hamburg gewohnt haben, wobei der Mann vermutlich in Innsbruck geboren worden und österreichischer Staatsbürger gewesen war.

Überlebender noch unter Schock
Der einzige Überlebende sei der Lebenspartner der verstorbenen Klagenfurterin. Er dürfte bei dem Unfall nur leicht verletzt worden sein, stehe aber noch unter Schock und müsse daher medizinisch betreut werden, so Launsky-Tieffenthal. Der Konsul der österreichischen Botschaft, Klaus Reisner, werde am Freitagabend mit dem Klagenfurter im Krüger-Nationalpark zusammentreffen, um über die Heimreise des Mannes Absprache zu halten. Reisner müsse auch die Leichen identifizieren.

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Brücke gestreift
An einer Brücke sei der Wagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Letaba-Fluss gestürzt, der zur Unfallzeit nur wenig Wasser geführt habe. Der schwer geschockte Österreicher, der den Unfall als einziger überlebt hatte, wurde ins Krankenhaus des Städtchens Phalaborwa gebracht. Unklar blieb, was den Unfall herbeigeführt hat. Nach ersten Erkenntnissen kamen die Insassen durch den Aufprall ums Leben.

Der Verkehrsunfall ereignete sich laut Klaus Reisner, Angehöriger der österreichischen Botschaft in Pretoria, im Osten der Provinz Limpopo. Reisner sei indes auf dem Weg zur Unglücksstelle, wie er am Freitagnachmittag mitteilte.

Warnung vor Fahrten
Ein Manager der Parkleitung drückte den Angehörigen sein Beileid aus und warnte Touristen, die Distanzen innerhalb des Tierparadieses zwischen den Eingangstoren und den Unterkünften zu unterschätzen. Doch die Tatsache, dass alle Tore und Camps des Parks pünktlich um 18.00 Uhr geschlossen werden, ließ in der Vergangenheit Besucher immer wieder stärker aufs Gaspedal treten - und führte zu öffentlichen Beschwerden über die Hatz im Park. Denn ein Ausweichen vor plötzlich auftauchenden Hindernissen ist auf den engen Straßen und Schotterpisten oft nur schwer möglich.

Oft auch Tiere überfahren
Empörte Naturschützer veröffentlichten immer wieder Bilder von verendeten Tieren, die Opfer der Raserei wurden. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden daher die Notbremse gezogen und Radarfallen im Park aufgestellt. Nach Medienberichten wurden heftige Strafen verhängt - vor allem zur Urlaubszeit. Einige Raser kamen sogar vor Gericht.

Der Krüger Nationalpark und die angrenzenden privaten Reservate sind der Inbegriff für Safaris in Südafrika. Er liegt im Nordosten des Landes im Lowveld in den Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Er erstreckt sich vom Krokodilfluss im Süden bis zum Limpopo, dem Grenzfluss zu Mosambik, im Norden. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 350 km, in Ost-West-Richtung ist der Park ungefähr 60 km breit Der Krüger Nationalpark ist 2,2 Millionen Hektar groß.




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