06. September 2007 19:18

Population dezimiert 

Virus löste Bienensterben in den USA aus

Dramatischer Rückgang der Bienenvölker in den USA: Experten vermuten, dass ein Virus der Grund für das Massensterben ist.

Virus löste Bienensterben in den USA aus
© dpa

Ein Virus könnte US-Forschern zufolge das mysteriöse großflächige Bienensterben in Nordamerika ausgelöst haben. Das sogenannte Israeli Acute Paralysis Virus (IAPV) fanden die Wissenschaftler lediglich in kranken Bienenstöcken, nicht aber in gesunden. Der Direktor des Zentrums für Infektion und Immunologie der Columbia Universität (New York), Ian Lipkin, stellte die These am Freitag in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals "Science" vor.

Population stark dezimiert
Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob das Virus allein für den dramatischen Rückgang der Bienenvölker verantwortlich ist, oder nur einer von mehreren Faktoren. Zwischen 50 und 90 Prozent der kommerziellen Honigbienenvölker in den USA leiden unter einem Symptom, das als Colony Collapse Disorder (CCD) bekannt ist und nach Expertenmeinung außer durch das IAPV-Virus auch durch Stress und Mangelernährung hervorgerufen werden könnte. Ein gutes Viertel der 2,4 Millionen Bienenvölker in den USA und einige Tausende in Kanada hätten sich quasi über Nacht in Nichts aufgelöst, hieß es in diesem Frühjahr.




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