01. Oktober 2007 12:17

Jemen 

Vulkanausbruch im Roten Meer

Auf einer zum Jemen gehörenden Insel ist ein Vulkan ausgebrochen. Ein Militärstützpunkt musste evakuiert werden.

Vulkanausbruch im Roten Meer
© Reuters

Ein Vulkanausbruch auf einer zum Jemen gehörenden kleinen Insel im Roten Meer hat die Evakuierung eines Militärstützpunktes erzwungen. Der Vulkan schleuderte am Sonntag nach Berichten kanadischer Seeleute Lava hunderte Meter in die Luft. Die jemenitische Nachrichtenagentur SABA meldete, der westliche Teil der drei Kilometer langen Insel Dschabal al Tair sei von Erdrutschen verschüttet worden.

Bei einem Vulkanausbruch auf einer jemenitischen Insel sind acht Soldaten ums Leben gekommen. Ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums erklärte am Montag, dass der westliche Teil der Insel Dschabal al-Tair nach dem Vulkanausbruch ins Meer abgesackt sei. Offenbar hatte eine Reihe von Erdbeben den Ausbruch am Sonntagabend ausgelöst.

Bis auf Militäreinrichtung unbewohnt
Die kleine Insel ist bis auf eine Militäreinrichtung unbewohnt. Laut SABA wurden die Soldaten von der Insel evakuiert. Vier Menschen kamen ums Leben.

"Insel glüht"
Der NATO-Verband war auf dem Weg zum Suezkanal, als ihre Besatzungen Augenzeugen des Vulkanausbruchs wurden. Die Insel, deren arabischer Name Vogelinsel bedeutet, liegt etwa 115 Kilometer vor der jemenitischen Küste im Roten Meer. Ein kanadischer Presseoffizier, Ken Allen, schrieb in einer E-Mail, die gesamte Insel glühe. "Die Lava fliegt hunderte Meter in die Luft, Vulkanasche bis zu tausend", schrieb er weiter. Nach Angaben des Washingtoner Smithsonian-Instituts hatte es zuletzt 1883 eine vulkanische Eruption auf der Insel gegeben.

Dem Ausbruch ging SABA zufolge eine Serie leichter Erdbeben voran. Fischer und andere Seefahrer sei schon vor dem Ausbruch empfohlen worden, die Region zu meiden.




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