03. März 2008 11:48

G-8 Studie 

Was kostet uns das Artensterben?

Eine von der G-8 geplante Studie soll sich mit der ökonomischen Relevanz des Artensterbens und dessen Auswirkungen beschäftigen.

Was kostet uns das Artensterben?
© AP Photo

Biologische Vielfalt habe eine enorme ökonomische Relevanz, meinte der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel. Als Beispiel nannte er Arzneien. Zehn der 25 weltweit erfolgreichsten Medikamente würden aus natürlichen Quellen gewonnen, fast die Hälfte der in Deutschland zugelassenen Medikamente stamme aus Pflanzenmaterial. Mit jeder Art, die aussterbe, gehe möglicherweise auch eine Arznei verloren.

Studie soll Klarheit schaffen
Eine von der G-8 geplante Studie zu den Kosten des weltweiten Artensterbens soll nun von dem Ökonomen Pavan Sukhdev geleitet werden, wie Gabriel bekannt gab. Erste Ergebnisse will Gabriel zusammen mit EU-Umweltkommissar Stavros Dimas bereits im Mai bei der UN-Konferenz zur Artenvielfalt in Bonn vorstellen.

Nichthandeln ist noch teurer
Vorbild der Studie ist eine Expertise des ehemaligen Weltbankökonomen Nicolas Stern zum Klimaschutz, die ergab, dass Nichthandeln noch teurer wäre als Maßnahmen gegen die globale Erwärmung. Dieser Nachweis solle auch für den Artenschutz erbracht werden, erklärte Gabriel. Sukhdev ist Generaldirektor der Deutschen Bank in London.




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